Was ist die Blutzucker-Selbstkontrolle?

Die Selbstkontrolle des Blutzuckers ist, wenn man selbst den Zuckerspiegel im Blut misst. So habe ich meine Krankheit jederzeit im Griff. Obschon mein Arzt die auf dem Messgerät gespeicherten Werte kurz kontrolliert, schaut er sich doch eher meinen HbA1c an.

Worin unterscheidet sich der Blutzuckerspiegel vom HbA1c?

Meine Blutzuckerwerte überprüfe ich mehrmals täglich, und sie variieren auch je nach Tageszeit. Die Werte zeigen mir an, wie viel Zucker ich zum Messzeitpunkt im Blut habe. Mit meinem Blutzucker-Messgerät kann ich dies selber ermitteln.

Der HbA1c hingegen ist der Langzeit-Blutzucker, auch Blutzuckergedächtnis genannt. Mein Arzt sagt, dieser Wert entspricht dem Durchschnitt aller meiner Blutzuckerwerte über die letzten drei Monate. Wenn mein HbA1c zu hoch ist, heisst das, meine Blutzuckerwerte waren insgesamt in den letzten Monaten zu hoch …  Ungefähr alle drei Monate nimmt mir der Arzt Blut ab, um den HbA1c zu ermitteln. Es ist jedes Mal ein wenig stressig, wenn das Urteil fällt: Geht’s aufwärts oder abwärts?

Was sagen diese beiden Messungen über Ihre Krankheit aus?

Wenn ich den Blutzucker messe, weiss ich sofort, ob der Zuckeranteil im Blut zu hoch oder zu niedrig ist. Nach einem grossen Familienessen beispielsweise können die Blutzuckerwerte ziemlich ansteigen, wenn ich nicht genügend aufpasse. Dann muss ich mir zum Ausgleich etwas Insulin spritzen. Im Gegensatz dazu muss ich bei einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel ein wenig Zucker einnehmen. Diesen habe ich immer dabei, damit ich mich nicht plötzlich unwohl fühle oder im schlimmsten Fall einen Schwächeanfall erleide. Mein Ziel ist es jedenfalls, den Wert konstant zu halten.

Mein HbA1c sagt aus, wie mein Diabetes allgemein eingestellt ist. Zusammen mit dem Arzt habe ich mir einen HbA1c von 7,5% zum Ziel gesetzt. Dieser Zielwert ist jedoch sehr individuell und hängt von zahlreichen Faktoren ab. Je besser es mir gelingt, den HbA1c niedrig zu halten, desto geringer ist das Risiko, dass im Zusammenhang mit dem Diabetes Komplikationen auftreten, etwa Herz- oder Augenprobleme.

Haben Sie beim HbA1c Ihren Zielwert bereits erreicht?

Noch nicht. Bei der letzten Kontrolle vor vier Wochen lag mein HbA1c bei 8,2%. Das ist in meinem Fall immer noch zu hoch.

Was unternehmen Sie, um den HbA1c-Wert zu senken?

Das ist gar nicht so einfach. Zuerst mal achte ich auf die Ernährung und messe meinen Blutzucker mehrmals am Tag. Auch versuche ich, etwas mehr Sport zu treiben. Die wärmere Jahreszeit steht vor der Tür, deshalb habe ich mir vorgenommen, einmal pro Woche zu joggen. Und zusätzlich nehme ich die vom Arzt verschriebenen Medikamente …

Sind Sie immer gleich motiviert?

Leider nein! Es gibt Tage, an denen ich keine Lust habe, mich zu kontrollieren. Doch mein Messgerät ruft mich sehr rasch zur Ordnung! Seit ein paar Monaten habe ich ein Blutzucker-Messgerät, das mir zeigt, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Anhand der gemessenen Blutzuckerwerte kann dieses neue Messgerät meinen Langzeitwert schätzen. Aber vor allem zeigt es mir mit einem Pfeil die Tendenz nach oben oder nach unten an, beziehungsweise, ob der HbA1c stabil ist. Diese

Funktion ist aus zwei Gründen nützlich:

  1. Zwischen zwei Arztterminen kann ich mir ein objektives Bild der Einstellung meines Diabetes machen. Das nimmt dem Dreimonatstest etwas Stress weg!
  2. Ich bin stärker motiviert: Wenn der Pfeil nach oben zeigt, weiss ich, dass ich mich von meinem Ziel entferne und dass ich mich wieder besser unter Kontrolle haben muss. Wenn er nach unten weist, ist das grossartig, und ich setze meine Anstrengungen fort.

Dank diesem neuen Blutzucker-Messgerät kann ich mit meiner Behandlung viel aktiver sein!