Es gibt diverse – auch alternative – Behandlungsmöglichkeiten. Wie man die Volkskrankheit therapiert, hängt jedoch vom Schweregrad des Verschleisses ab.

Am Anfang ist da dieser stechende Schmerz im Gelenk. Zuerst nur vereinzelt, etwa nach körperlichen Anstrengungen oder nach langem Sitzen. Doch nicht selten werden die Beschwerden chronisch. Durch den fortschreitenden Knorpelabrieb geht in den Gelenken jener wichtige Stossdämpfer verloren, der die Knochenenden umhüllt. Arthrose ist meist die Folge von zu hoher Gelenkbelastung, einer falschen Haltung oder starkem Übergewicht. Sie ist häufig altersabhängig, da die Versorgung der Gelenke im Alter abnimmt und die Knorpel weniger belastbar werden. Auch durch Verletzungen, Infektionen, Fehlstellungen oder angeborene Knorpeldefekte ist ein vermehrter Gelenkverschleiss möglich. Am häufigsten tritt die Erkrankung an besonders belasteten Körperstellen auf, wie an Knie, Hüften, Wirbelsäule und Fingern.

Typische Arthrose-Symptome sind der sogenannte Anlaufschmerz (ruhende Arthrose) und die Morgensteifigkeit. Beim Anlaufschmerz sind die ersten Bewegungen nach längerem Ruhen schmerzhaft, klingen dann aber wieder ab. Die Morgensteifigkeit dauert ebenfalls nur kurz, bis die Gelenke „warmgelaufen“ sind. Durch einen Auslöser wie Überbelastung oder auch eine Grippeerkrankung wird die ruhende Arthrose aktiv und es entstehen schmerzhafte Entzündungen und Schwellungen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Eine Arthrose ist nach heutigem Kenntnisstand nicht heilbar. Ein zerstörter Knorpel lässt sich nicht regenerieren. Ziel aller Behandlungsmethoden ist es daher, die Beschwerden zu lindern, die Beweglichkeit des Gelenks zu erhalten und ein Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern. Die erkrankten Gelenke müssen entlastet und vor Fehl- und Überlastungen geschützt werden. Betroffene sollten deshalb als erstes Übergewicht reduzieren, da jedes überflüssige Pfund die Gelenke beansprucht. Orthopädische Hilfsmittel wie Handstock, Pufferabsätze und Schuheinlagen sind weitere Entlastungs­möglichkeiten. Ebenfalls hilfreich sind Krankengymnastik, physikalische Therapie sowie Elektro- und Ergotherapie. Es gibt zudem verschiedene naturheilkundliche Methoden wie Chiropraktik, Akupunktur, Homöopathie etc., die helfen können. Bei der medikamentösen Behandlung gehören schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel zu den wichtigsten Pfeilern. In gewissen Fällen setzen Ärzte auch kortisonhaltige Medi­kamente ein.

Bei schweren Arthrose-Erkrankungen ist eine operative Behandlung meist unumgänglich. Operiert wird, um Symptome zu verbessern, die Funktionsfähigkeit eines Gelenkes zu erhalten, ein Gelenk zu versteifen oder ein Gelenk völlig zu ersetzen. Optionen sind Gelenkspiegelung, Knorpeltransplantationen,  Umstellungsoperationen zur Optimierung des Kraftflusses und Normalisierung der Achsenverhältnisse oder künstliche Gelenkersatze.

Was kann man selbst tun?

Regelmässige Bewegung verbessert die Versorgung der Knorpelmasse. Zu den gelenkschonenden Sportarten gehören Schwimmen und Fahrradfahren. Gewicht und Ernährung gehören kontrolliert. Kälte und Feuchtigkeit sind zu meiden. Warme Umschläge und Bäder hingegen können die Beschwerden lindern. Die Naturheilkunde empfiehlt u. a. auch Brennnesseltee zur Entgiftung, entzündungshemmendes Beinwellöl und Wickel mit Retterspitz-Tinktur.

Jede Fehlbelastung des betroffenen Gelenks ist zu vermeiden. Daher sollten Arthrose-Betroffene auf Schlafmatratzen achten, die sich perfekt ihrem Körper anpassen und die kranken Gelenke stützen. Eine gesunde Matratze besitzt einen variablen, auf das Körpergewicht abgestimmten Härtegrad. Durch die perfekte Körperanpassung und Druckentlastung ruht die Wirbelsäule in einer geraden und entspannten Position. Besonders Schlafunterlagen mit Luft ermöglichen vielen Menschen mit degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen oder Hüftarthrosen einen schmerzfreien, erholsamen Schlaf dank ihrer perfekten Punkteelastizität.