Je früher jemand erkennt, dass er Hilfe benötigt und einen Hausarzt konsultiert, desto höher ist die Chance, einen bevorstehenden Burn-out rechtzeitig abzuwenden.

Therapien und Medikamente

In der Regel führt der Hausarzt ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten und untersucht seinen Gesundheitszustand, um organische Erkrankungen auszuschliessen. Je nach Schweregrad kommt eine ambulante oder stationäre Psychotherapie infrage, die den Betroffenen u.a. bei der Stressbewältigung helfen und das Selbstbewusstsein stärken soll. Ist der Burn-out schwerer ausgeprägt, kann eine medikamentöse Therapie infrage kommen, um den Gemütszustand in dieser Phase zu stabilisieren. Es gibt auch alternative Therapie-Ansätze, die darauf abzielen, den Körper zu entgiften und gezielt mit Nährstoffen zu versorgen.

Präventive Möglichkeiten

Manchmal genügt es auch, auf die Signale des Körpers zu hören und die eigenen Erwartungen zurückzuschrauben. Bei beruflichem Stress ist es sinnvoll, die Arbeitsüberlastung mit dem Chef zu besprechen und auch mal Nein zu sagen, statt alles stillschweigend erledigen zu wollen. Jeder sollte auch im privaten Bereich Probleme offen ansprechen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben. Eine ausgewogene Ernährung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist besonders wichtig, um möglichen Mangelerscheinungen vorzubeugen. Bewusste Erholungsphasen, regelmässige Bewegung und ausreichend Schlaf tragen zum gesundheitlichen Wohlbefinden bei. Auch die Familie und Freunde können in dieser schwierigen Situation Rückhalt geben.