Reinraumtechnologie

Ein Reinraum wird so konstruiert, dass die Anzahl luftgetragener Teilchen, die in den Raum eingebracht werden oder dort entstehen, so gering wie möglich ist. Diese Eigenschaften können durch bauliche und technische Massnahmen erreicht werden. Die verwendeten Verfahren der Klimatechnik sollen sicherstellen, dass Verunreinigungen nicht auftreten und sofort aus der Luft entfernt werden. Ein Reinraum wird im Regelfall mit Überdruck beaufschlagt. Somit kann das Eindringen von Partikeln und Keimen verhindert werden. Eine weitere Massnahme zur Verhinderung von Kontaminationen ist die geregelte Zu- und Abluft über spezielle Filtereinheiten.

Der Zugang zum Reinraum erfolgt über Personal- und Materialschleusen, in denen starke Luftströmungen und Filtersysteme vorhandene Partikel aufwirbeln und absaugen, so dass keine zusätzlichen Verunreinigungen von ausserhalb eingetragen werden. In den Schleusen erfolgt ein Kleidungswechsel oder die Desinfektion von Materialien. Um Verschmutzungen von Gegenständen, die mit dem Fussboden in Berührung kommen (z. B. Schuhsohlen), zu minimieren, befinden sich an den jeweiligen Zugängen spezielle klebrige Fussmatten. Materialien, die in Reinräumen eingesetzt werden, müssen über abriebfeste Oberflächen verfügen. Aufgestellte Anlagen und Geräte dürfen die Luftströmung nur minimal stören.

Durch bauliche Massnahmen und die richtigen Verhaltensweisen kann die Gefahr einer ungewollten Verschmutzung der hergestellten Arzneimittel minimiert werden.

Weltweit verfügen ca. 10 Millionen Menschen über 40 Jahre eine Sehschärfe, die weniger als 2 Prozent einer normalsehenden Person beträgt. Häufigste Ursache dafür sind degenerative Erkrankungen, wie z.B. die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), der weltweit dritthäufigste Grund für eine Sehbehinderung, die bislang keine Präventiv- oder Heilbehandlung kennt.

Nano-Retina Inc., ein israelisches Unternehmen, entwickelt zurzeit eine extrem kleine, hochauflösende und einfach zu implantierende künstliche Retina, welche die Sehkraft wiederherstellen soll. Weltexperten in Mikro-und Nanotechnologien und neurologische Wissenschaftler arbeiten zusammen, um verschiedene Elemente auf einem winzigen, flachen Implantat in der ungefähren Grösse eines Kinder-Fingernagels zu vereinigen.

Der bionische Chip besteht aus einem kleinen Bildwandler, ähnlich demjenigen in einer digitalen Kamera, und einem elektronischen Interface, einschliesslich eines Netzwerkes von Elektroden, welche den Sehnerv so stimulieren, dass die vom Chip gesammelten, visuellen Daten an das Gehirn übermittelt werden. Das Implantat wird durch eine externe Energiequelle versorgt, welche in einer Spezialbrille eingebaut ist, die der Patient tragen muss.

Aufgrund seiner anerkannten Kompetenzen auf dem Gebiet des Chip-Designs mit niedrigstem Energieverbrauch und der Fotosensorik, wurde das CSEM mit der Entwicklung des künstlichen Chips beauftragt.

Die bionische Retina ist für eine
einfache Operation gebaut. In Lokalanästhesie wird ein kleiner, ca. 5mm langer Schnitt in der Sklera praktiziert und das Implantat auf die geschädigte Retina aufgeklebt. Das Implantat ist so angelegt, dass es sich den natürlichen Funktionsweisen des Auges, wie z.B. der Pupillenerweiterung und der Bewegung des Augapfels, harmonisch anpasst.

Die erste Testphase konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Erste klinische Versuche am Menschen sind in den nächsten zwei Jahren vorgesehen.