Wird eine therapiebedürftige Schlafapnoe (OSAS) bei einer Schlafuntersuchung im Schlaflabor festgestellt, wird beim Patienten eine Atemmaske, je nach Schweregrad der Apnoe mit entsprechendem Überdruck angepasst. Bei der CPAP-Therapie handelt es sich um eine Luft-Überdruckbehandlung, bei der die Luft mit einem Druck von 8 bis 12 mbar mittels der Maske durch die Nase geblasen wird, um der Verengungen der Luftwege entgegenzuwirken. Die apparative Therapie beseitigt die Symptome, behebt allerdings nicht die Ursache. Der Therapieerfolg setzt allerdings voraus, dass der Patient bereit ist, die Maske Nacht für Nacht und lebenslang zu tragen. Egal, ob er sich auf Reisen oder im Urlaub befindet. Nicht selten löst allein diese Vorstellung bei den Betroffenen eine reflexartige Ablehnung dieser Therapieoption aus. Das liegt daran, dass es sich bei dieser Behandlung um eine apparative Therapie handelt, die dem Symptom Atemaussetzer entgegenwirkt, jedoch nicht dessen Ursache beseitigt. Viele Betroffene haben eine grosse Abneigung bei der Vorstellung, lebenslang «wie ein Astronaut» neben ihrem Bettpartner schlafen zu müssen.

Sie fürchten eine beachtliche Einschränkung in ihrer Lebensqualität. Andere haben bei der Anwendung Schwierigkeit wegen der auftretenden Geräusche, ausgetrockneter Nasenschleimhaut, Niessattacken, Druckstellen im Gesicht nach dem Aufstehen sowie Panikattacken. Eine Undichtigkeit der Maske kann, wenn der Kopf im Schlaf seitlich bewegt wird, dazu führen, dass die Luft mit Überdruck in die Augen geblasen wird. Deshalb erscheint es mehr als verständlich, dass die Patienten eine Alternativtherapie suchen, bei der die Ursachen wie Verengungen der Luftwege beseitigt werden, statt nur das Symptom behandeln zu lassen. Sieht man von den schwersten Formen der Schlafapnoe ab, können heute die meisten Schlafapnoe-Patienten durch eine ursachenorientierte, zielgerechte Vorgehensweise effektiv therapiert werden. Dazu müssen folgende Kriterien erfüllt sein: Die Therapie muss ursachen- und nicht symptomorientiert sein. Interessant ist jedoch die Tatsache, dass die Verengungsstellen im Schlaf entstehen, daher werden sie durch die «Sleep-Nose-Endoskopy» erkannt, um effektiv therapiert zu werden. Im Gegensatz zur konventionellen Schnarch-Operation sollte es sich um eine minimalinvasive Vorgehensweise mit höchster Sicherheitsstufe und wenig Belastung handeln, die nach Möglichkeit ambulant durchgeführt wird, mit einem kurzen Arbeitsausfall von 2 bis 3 Tagen.