Im Zug, Tram und Büro wird gehustet und der Verbrauch an Papiertaschentüchern steigt sprunghaft an. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Grippewelle im Anrollen ist. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) versucht deshalb seit Jahren, die Bevölkerung für die Impfung gegen die Influenza zu sensibilisieren. Zu den typischen Grippesymptomen gehören hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kopf- und Halsschmerzen. Bei Personen ab 65 Jahren, schwangeren Frauen und Menschen mit einem chronischen Leiden, den sogenannten Risikopersonen, kann eine Grippe schwerwiegende Komplikationen verursachen.

Akut und hochansteckend

Handelt es sich um eine bakterielle Entzündung, wird diese meist mit Antibiotika behandelt. Gegen Viren sind diese allerdings wirkungslos, weshalb bei viralen Erkrankungen nur die Beschwerden gelindert werden können. Dazu verordnet der Arzt in erster Linie hustenstillende Medikamente und Mittel, welche schleimlösend wirken. Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente können die grippalen Begleitbeschwerden wie Gliederschmerzen lindern und auftretendes Fieber von Anfang an bekämpfen. Auch eine Nebenhöhlenentzündung kann eine Komplikation bei einer Erkältung oder einer Grippe sein. Typische Symptome sind neben dem Schnupfen beklemmende Schmerzen in der Nase und Stirn oder im Oberkiefer.

Akute, hochansteckende Epidemie

Auch wenn viele Grippeerkrankungen einen harmlosen Verlauf nehmen, ist die Influenza eine akute, hochansteckende, meist während der kalten Jahreszeit in Epidemien auftretende und relativ schwere Erkrankung. Übertragen wird die Grippe, die von der gewöhnlichen Erkältung unterschieden wird, durch Tröpfcheninfektion, das heisst durch Niesen, Husten und den direkten Kontakt beispielsweise wenn man sich mit der Hand begrüsst oder sich küsst.

Ab ins Bett

Bestimmte Faktoren begünstigen das Auftreten eines Infekts. Dazu gehört insbesondere trockene Luft, welche die Schleimhäute austrocknen lässt. Deshalb sollte man genügend Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Bei Fieber heisst es ab ins Bett. Die bewährten Wadenwickel können dazu beitragen, das Fieber zu senken. Ein weiteres Hausmittel sind Zwiebelwickel um den Hals. Sie helfen gegen Halsschmerzen und Heiserkeit. Bei hohem Fieber, das länger als drei Tage dauert, ist der Gang zum Arzt aber unerlässlich.

Lungenentzündung oder Herzkreislaufprobleme

Normalerweise klingt die Grippe nach fünf bis zehn Tagen wieder ab. Komplikationen entwickeln sich grösstenteils aus den bakteriellen Zusatzinfektionen. So kann als Folge eine Lungenentzündung auftreten. Zusätzlich können sich Komplikationen am Herz-Kreislauf-System einstellen. Tritt im schlimmsten Fall ein Kreislaufschock ein, kann dies zum Tod des Patienten führen. Erkältungen (grippale Infekte) oder eine echte Grippe-Virusinfektion sollten vollständig auskuriert werden. Das Immunsystem benötigt viel Kraft, um sich gegen die Krankheitserreger zu wehren. Einer Grippe kann man aber vorbeugen: Mit einer ausgeglichenen Lebensweise, also genügend Schlaf, einer ausgewogenen Ernährung, wenig Alkohol und Nikotin und genügend Bewegung an der frischen Luft, ist man tendenziell auf der sicheren Seite. Wer dies beherzigt, sorgt für ein effektives und gesundes Immunsystem.