Im ersten Moment tönt die Kältekammer mit Temperaturen zwischen minus 65 und 110 Grad wie eine Folterkammer. Doch wenn man bedenkt, dass eine Sauna bis 100 Grad warm ist, relativieren sich diese Zahlen.

Wichtig ist, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist und dass entsprechende Schutzmassnahmen getroffen werden wie Mundschutz und Schuhe, wenn die Kältekammer benutzt wird.

Es wird eine Aufenthaltsdauer von einer halben Minute bei minus 65 Grad und zweieinhalb Minuten bei minus 110 zur Linderung von Schmerzen empfohlen.

Die Kältekammer – eine physikalische Therapieform


Kälte hemmt bei Menschen mit entzündlichen Gelenkserkrankungen die Schmerzen. Bei manchen Patienten verschwinden die Schmerzen gar für einige Wochen. Die Schockkühlung bewirkt, dass die Schmerzen für einige Stunden verschwinden oder gar keine Schmerzen mehr auftreten.

Im Anschluss an die Kältetherapie kann eine physiotherapeutische Behandlung gemacht werden, was sonst wegen der Schmerzen nicht möglich wäre.

Die Erfolgschancen liegen bei 80 Prozent und die Ganzkörperkältetherapie ist eine echte Alternative zu Medikamenten.

Es ist auch möglich, dass rheumatisch verformte Hände und Füsse sich durch die Kältetherapie wieder zur praktisch normalen anatomischen Form zurückbilden können. Dass jedoch rheumatische Beschwerden ganz geheilt werden können, ist nach wie vor nicht möglich.

Die Beschwerden wie Schmerzen und Verformungen von Gelenken können aber mittels der Kältetherapie erheblich gemildert werden.



Eine Therapie mit viel Potenzial

Eine Kältebehandlung mit anschliessender Physiotherapie ist während des Aufenthaltes in einer stationären Klinik ein- bis zweimal täglich zu empfehlen. Mit ärztlicher Verordnung oder während einer stationären Reha wird diese Therapieform zumindest teilweise von der Krankenversicherung übernommen.

Im Hochleistungssport wird die Ganzkörperkältetherapie zur Leistungssteigerung und Linderung bei Verletzungen eingesetzt. Die Ganzkörperkältetherapie ist also eine vielversprechende Therapieform und birgt ein grosses Potenzial für die Linderung von Schmerzen und die Leistungssteigerung bei Hochleistungssportlern.