Ins Gebiet der Intimchirurgie beim Mann gehören Eingriffe wie die Beschneidung, die Korrektur der Penisverkrümmung und die Sterilisation. Es existieren zwei Arten von Beschneidung: die rituelle und die medizinisch begründete. Bei der Letzteren ist die Vorhaut zu eng und kann bei der Erektion nicht oder nur teilweise zurückgezogen werden. Deshalb entstehen häufig Schmerzen, die den Geschlechtsverkehr verunmöglichen. Dr. Christoph Kraft erklärt: «Wenn der Penisschaft in erigiertem Zustand mehr als 30º abknickt, ist eine Penisverkrümmung vorhanden.» Mit einer Operation wird der Penis begradigt. Bei der Sterilisation – auch Vasektomie genannt – wird der Samenleiter durchtrennt, so dass der Mann unfruchtbar wird. Die Potenz und der Samenerguss bleiben erhalten.

Weitere Bereiche
Zur Genitalchirurgie zählen ebenso die Penisverlängerung und die Penisverdickung. Für die Verlängerung wird ein inneres Bändchen zerschnitten, das die Peniswurzel am Schambein befestigt. Hiermit wird der Penis meistens um ein bis zwei Zentimeter verlängert. Nach dem Eingriff neigt sich dieser in steifem Zustand oft nach unten. Für eine Penisverdickung wird Eigenfett oder ein Hyaluronsäure-Präparat eingesetzt. Dafür sind mehrere Termine beim Arzt nötig.

Was kann schiefgehen?
Je nach angewandter Operationstechnik ist der Penis nach einer Begradigung kürzer. Ist die Erektionsfähigkeit vor dem Eingriff verringert, reduziert sie sich danach noch stärker. «Ich kann die Penisverlängerung nicht uneingeschränkt empfehlen, da zum einen das Ergebnis der Verlängerung ernüchternd ist. Zum andern stört viele Männer der abgesenkte erigierte Penis», führt Christoph Kraft aus. Ferner rät er von einer Penisverdickung ab, da die Fetteinspritzungen und die Hyaluronsäure-Präparate zu Infektionen führen können. Dadurch kann es zu schweren Komplikationen und zu Penisamputationen kommen.

Alternative Therapien
Wird ein Penisstretch-Apparat mindestens zwei Stunden pro Tag getragen, nimmt der Penis in der Länge und im Umfang zu. Wie gross der Zuwachs ist, hängt davon ab, wie konsequent der orthopädische Gurt benutzt wird. Damit wird auf das Gewebe ein Zug ausgeübt. Durch diesen bilden sich neue Zellen. Folglich kann der Penis länger und dicker werden. Bei der Penisverkrümmung wird das Glied begradigt, indem es wiederholt sanft gedehnt wird. Dauerhafte Resultate können sowohl bei der Penisverlängerung als auch einer Penisverkrümmung erreicht werden. Die Dehnung des Gewebes ist schmerzfrei. Erwartet werden keine Nebenwirkungen und Komplikationen bei einem korrekt verwendeten Penisstretch-Apparat.

Claudia Cavadini
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