Die Komplementärmedizin stellt heute einen nicht wegzudenkenden Beitrag in der Medizin dar. Ein Grossteil der Schweizerinnen und Schweizer hat bereits Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden gemacht. Heute steht besonders der Wunsch nach einer Medizin, in der Schul- und Komplementärmedizin Hand in Hand gehen, im Vordergrund. «Wir sind auf gutem Weg, das Miteinander von Schul- und Komplementärmedizin weiter auszubauen. Wir arbeiten inzwischen mit zahlreichen Spitälern zusammen und werden als wichtige Ergänzung wahrgenommen», erklärt Dr. Mohinder Singh Jus. Er betont, dass sich die Komplementärmedizin nicht von der Schulmedizin abgrenzen, sondern diese ergänzen will.

Ganzheitliche Betrachtung
Unter dem Begriff Komplementärmedizin versteht man eine Bandbreite verschiedener alternativer Heilmethoden, die ausserhalb der klassischen Schulmedizin angesiedelt werden. Die Homöopathie spielt dabei eine zentrale Rolle. «Die Homöopathie ist eine Heilmethode, die den Menschen ganzheitlich betrachtet. Sie sieht den Patienten als ein Individuum, der aus Körper, Seele und Geist besteht», sagt Jus. «Es werden nicht nur die Krankheitssymptome oder die kranken Körperteile, sondern den gesamten Menschen mit seinem Charakter, seinen Gewohnheiten, psychischen und körperlichen Symptomen behandelt.» Die Homöopathie eigne sich hervorragend, um sowohl akute als auch chronische Krankheiten zu behandeln. «Auch psychische Erkrankungen lassen sich mit Homöopathie erfolgreich behandeln. Deshalb arbeiten wir mit Psychiatern zusammen», sagt der Homöopath. Doch auch die Homöopathie kann an ihre Grenzen stossen. «In medizinischen Notsituationen, etwa bei einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall, wenden auch wir uns an die Schulmedizin. Im Vordergrund muss in jedem Fall das Wohl des Patienten stehen.»

Akzeptanz steigern
Komplementärmedizin ist aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken und wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. «Wir arbeiten daran, dass die Komplementärmedizin, insbesondere die Homöopathie, eine immer grössere Akzeptanz geniesst.»