Die Welt der Orthopädie ist dauernd im Umbruch. In den letzten zwei Jahrzehnten lag ein besonderer Schwerpunkt auf der minimal-invasiven Chirurgie. Implantate sind dauerhafter geworden und werden eines Tages vielleicht vollständig biologisch abbaubar sein.

Zu einem Wandel führen auch gesellschaftliche Trends, etwa Bevölkerungsalterung und Übergewichtigkeit. Wie ist die Orthopädie davon betroffen? Osteoporotische Knochen beispielsweise sind oft zu schwach, um einem orthopädischen Implantat Halt zu bieten. Dies führte zu Forschung in Bereichen wie Knochenzementen, die helfen das Implantat fester zu verankern.

Implantate werden künftig immer komplexer als Resultat von Technologien wie computerunterstütz er Chirurgie, Mikrochirurgie, künstlichem Gewebe, Nanotechnologie und sogenannten «Smart Implants», die via Mikrosensoren ihre Umgebung überwachen und gegebenenfalls selbständig reagieren können sowie in der orthopädischen Chirurgie eine externe Kontrolle der Heilungsprozesse ermöglichen.

Diese neuartigen Implantate werden den Trend zu möglichst kurzen Spitalaufenthalten und ambulanter Behandlung beschleunigen. Die Fortschritte in der Telechirurgie erlauben es, dass ein Chirurg einen Patienten von einem anderen Spital oder sogar von einem anderen Land aus operieren kann.Wenn man bedenkt, dass solche Szenarien noch vor kurzem dem Reich der Science-Fiction vorbehalten waren, so stehen orthopädische Implantate vor einer spannenden Zukunft.