Neusten Studien zufolge hat fast ein Viertel der Bevölkerung schon einmal «Ohrensausen» erlebt. Bei fast zehn Prozent der Betroffenen ertönen diese Ohrgeräusche ununterbrochen und bei drei Prozent spricht man schon von chronischem Tinnitus. Je früher mit einer Behandlung begonnen wird, desto grösser sind die Erfolgschancen auf Heilung.
Ohrgeräusche kennt fast jeder. Sie tauchen in den meisten Fällen so plötzlich auf, wie sie auch wieder verschwinden.

Je früher mit einer Behandlung begonnen wird, desto grösser sind die Erfolgschancen auf Heilung.

Bei einigen Menschen bereiten sie über Tage und Wochen hinweg jedoch ein erhebliches Unbehagen. Aber auch akut aufgetretene Dauertöne verschwinden oft wieder, vor allem dann, wenn eine Ursache festgestellt und entsprechend behandelt werden kann. Allerdings lässt sich nicht immer ein konkreter Auslöser bestimmen. Beim Tinnitus kommen die Höreindrücke  von innen und es gibt keine äussere Schallquelle dafür. Daher nimmt lediglich der Betroffene selbst die Geräusche wahr.

Die Liste solch störender Schallempfindungen ist lang; ob  hohe Pfeif- und Piepstöne, die entweder ständig im Ohr klingen beziehungsweise in bestimmten Abständen immer wieder auftreten, oder ein Rattern, Zischen, Rauschen oder tiefes Brummen – jeder Tinnitus ist anders. In jedem hundertsten Fall ist der Leidensdruck des Betroffenen so hoch, dass sich der Tinnitus zu einer chronischen Krankheit mit Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Geräuschüberempfindlichkeit und Konzentrationsstörungen entwickeln kann.

Erstmals auftretende Ohrgeräusche sollten bereits ernst genommen werden. Doch oft reicht es, einen Gang zurückzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Sollte das ständige Pfeifen, Rauschen oder Summen nach einigen Tagen nicht verschwunden sein, empfiehlt es sich, schnellstmöglich einen HNO-Arzt aufzusuchen, um mit ihm über die Ursachen und eine daraus abgeleitete Therapie in der akuten Phase zu sprechen.

Innerhalb der Therapie bieten sich mehrere, oft kombinierte Behandlungsmethoden an, die gezielt vom Facharzt umgesetzt werden. Die Vielfalt an therapeutischen Verfahren zur Tinnitusbehandlung ermöglicht es gegenwärtig, praktisch jedem Betroffenen zu helfen.