Um einen positiven Effekt auf die chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems erzielen zu können, müssen bei den meisten Multiple-Sklerose-TherapienMedikamente kontinuierlich über einen längeren Zeitraum verabreicht werden. Neue Therapieansätze für Patienten mit MS lassen nun aufhorchen. Sie bieten  die  Möglichkeit, die Krankheitsaktivität bereits durch kurzzeitige Abgabe von Medikamenten zu durchbrechen.

Kurzzeit- versus Langzeitbehandlung

Während bei den kontinuierlich verabreichten Therapien der Therapieeffekt relativ kurz nach dem Absetzen des Medikaments wieder aufhört, ist bei den neuen Therapien  das Gegenteil er Fall: Sie werden nur wenige Male angewendet, haben aber einen lang wirksamen Effekt auf das Immunsystem bzw. auf die Krankheit.

Die neuen Therapieforme kommen für gewöhnlich dann zum Einsatz, wenn sich die Krankheitsaktivität durch alternative Therapien nicht unterdrücken lässt oder wenn andere Medikamente aufgrund von Kontraindikationen nicht verabreicht werden können.

Wie die neuen Therapien genau wirken, welche Nebenwirkungen sie haben können und welche grossen Vorteile sie für die Patienten und Patientinnen mit sich bringen, erklärt Dr. med. Christian Kamm, Leiter des MSZentrums im Luzerner Kantonsspit al im VideoInterview.