Kinesiologie

Was sind die Grundlagen der Methode Kinesiologie?

Kinesiologie ist eine ganzheitliche Methode der Komplementär-Therapie und bedeutet «Bewegungslehre». Sie hat zum Ziel, das dynamische Gleichgewicht von Bewegung auf allen Ebenen des menschlichen Daseins zu fördern und so Gesundheit und Wohlbefinden umfassend zu unterstützen.

Die Methode basiert auf einer Synthese von traditionellem Wissen über Yin und Yang, der chinesischen Lehre der fünf Wandlungsphasen sowie dem Energiefluss in den Meridianen mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Medizin, Pädagogik oder Psychologie.

Was ist der therapeutische Ansatz der Kinesiologie?

Verschiedene Lebensumstände können das eigene Gleichgewicht beeinträchtigen und zu Beschwerden aller Art führen. Hier kommt die Kinesiologie mit ihrem spezifischen Arbeitsinstrument, dem Muskeltest, zum Einsatz.

Mit dieser manuellen Technik kann die Wirkung von äusseren und inneren Einflüssen auf das Gleichgewicht erfasst werden. Mit verschiedenen Mitteln wird der Energieausgleich angeregt, wodurch die Klienten mit ihren inneren Ressourcen in Kontakt kommen und erleben, wie diese einen ganzheitlichen Selbstheilungsprozess in Gang setzen.

Bei welchen körperlichen Beschwerden kann Kinesiologie angewendet werden?

Da sich die Kinesiologie nicht auf die Symptome an sich, sondern auf das ihnen zugrunde liegende Ungleichgewicht fokussiert, kann sie bei sämtlichen Beschwerden eingesetzt werden.

Aus Sicht der Kinesiologie sind Schmerzen am Bewegungsapparat die Folge eines unausgewogenen Zusammenspiels von Muskeln, Knochen und Nervensystem aufgrund eines körperlichen, emotionalen oder mentalen Ungleichgewichts.

Mit kinesiologischen Techniken können die Energien wieder ausgeglichen werden, sodass der Körper aus innerer Kraft wieder in sein Gleichgewicht findet.

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Polarity

Was ist die Polarity-Therapie?

Die Polarity-Therapie ist eine Synthese von modernem, medizinischem Wissen mit uralten Heilslehren aus östlichen und westlichen Traditionen. Sie fördert den Energiefluss im Körper auf harmonische, nicht invasive Weise und baut auf fünf Säulen auf: Achtsamkeit, Gespräch, Körper- und Energiearbeit, Polarity-Yoga & Polarity-Ernährung.

Die Polarity-Therapie empfiehlt sich bei Kopf- und Rückenschmerzen, Stress und Nervosität, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Erschöpfung, Verdauungsbeschwerden, Begleitung bei Operationen, Unfällen oder seelischen Belastungen, muskuläre Verspannungen und bei psychosomatischen Beschwerden.

Können Sie anhand eines Beispiels erläutern, wie die Polarity-Therapie angewandt wird?

Herr S. suchte aufgrund starker Ischias- und Rückenschmerzen, mit Ausstrahlungen bis in die Füsse, meine Praxis auf. Er hatte vor Jahren eine Diskushernie erlitten. Beim Tragen einer schweren Last tauchten die bekannten Schmerzen wieder auf.

Seitdem war er zu 100 Prozent krankgeschrieben. In der Anamnese erfuhr ich, dass er sich für seine demente Mutter, die ausserdem an Depressionen litt, äusserst verantwortlich fühlte.

Er erzählte, dass er wenig Raum für sich habe und es immer allen recht machen wolle.  In den folgenden Sitzungen arbeiteten wir auf verschiedenen Ebenen. Durch Körperarbeit erspürte ich Verspannungen und Energieblockaden und behandelte ihn von Kopf bis Fuss. Intensive Gespräche, Polarity-Yoga und Achtsamkeitsübungen waren weitere Bestandteile der folgenden Behandlungen im Zeitraum von etwa zwölf Monaten.

Was bewirkte die Anwendung?

In dieser Zeit gelang es ihm, besser auf seine Körpersignale zu achten. Die Übungen konnte er bei Bedarf im Alltag anwenden. Die Ausstrahlungen und Schmerzen reduzierten sich. Er erkannte, dass er sich bei Stress oder unter dem Einfluss von äusseren Reizen stark verkrampfte und dies seine Schmerzen erhöhte.

Er konnte nun dank des Erlernten erfolgreich dagegensteuern. Er vertraute seinen Körperempfindungen, wodurch gleichzeitig seine Selbstkompetenz gestärkt wurde.

Während der Behandlungsdauer steigerte Herr S. sein Arbeitspensum kontinuierlich, bis er am Schluss wieder zu 100 Prozent arbeitsfähig war. Er berichtete, dass er eine Beziehung zu sich selbst aufgebaut habe, entspannter sei und sich rundum gestärkt fühle.

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Cantiencia

Worauf fokussiert die CANTIENICA®-Methode?

Die CANTIENICA®-Methode setzt neue Trainingsmassstäbe, indem sie bei den Knochen ansetzt, nicht bei den Muskeln. Ein einfaches Beispiel, um nachzuvollziehen, warum nur knochengesteuertes Training funktioniert: Nehmen Sie ein Gummiband zur Hand, es kommt den Eigenschaften eines Muskels sehr nahe.

Legen Sie den Gummi auf den Finger. Sagen Sie ihm, er soll sich bewegen. Sehen Sie, er kann es nicht. Wickeln Sie die beiden Enden des Gummis um Ihre Zeigefinger, ziehen Sie die Finger auseinander: Jetzt kommt Bewegung in unser Experiment, das Gummiband spannt sich. Was muss man jetzt machen, damit der Gummi sich entspannt? Genau, die Finger zueinanderbewegen.

That’s it, wir dirigieren die Muskeln mit den Knochen, nicht umgekehrt.

Das Becken spielt eine zentrale Rolle. Wie genau und weshalb?

Viele Fehlhaltungen haben ihren Ursprung im Becken. Schwächen im Beckenbereich wirken sich bis in die Peripherie aus. Schon wenige Millimeter Abweichung der Hüftknochen bewirken, dass der Körper nach unten, oben, aussen kompensieren muss.

Mit der Zeit führt dies unweigerlich zu Reibungen, Abnutzungen, Asymmetrien und damit zu schmerzhaften Beschwerden. Deshalb beginnt jedes CANTIENICA®-Training mit der natürlichen Auf- und Ausrichtung des Beckens und der Sanierung der Beckenbodenmuskulatur.

Ganz oft ist der Muskelteppich überdehnt ­– Sie ahnen es bereits: Weil die Beckenknochen nach unten zu sehr auseinanderdriften und an den Muskelbändern dauernd ziehen und dadurch an Elastizität verlieren.

Was kann die CANTIENICA®-Methode dagegen ausrichten?

Das CANTIENICA®-Beckenbodentraining fokussiert auf die innerste Muskelschicht, den Levator ani, dieser bildet einen dichten Muskelteppich.

Durch das Zusammenziehen der Sitzbeinhöcker am Unterrand des Beckens wird die Beckenbodenmuskulatur angehoben und damit auch die Organe, der Rumpf, die Wirbelsäule werden aufgerichtet.

Mit der Zeit und etwas Übung kann sich der Beckenboden vollständig erholen, die Spannkraft kehrt zurück und der ganze Körper kommt wieder ins Lot. Ideal ist, wenn der neue Gebrauch zur Gewohnheit wird. Darauf zielt die Methode und es gelingt, weil die CANTIENICA®-Übungen absolut alltagstauglich sind.

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