Oft ist es nicht leicht, eine echte Grippe von einem grippalen Infekt zu unterscheiden, denn Ursachen und Symptome weisen oft viele Parallelen auf. Bei einer Influenza treten die Krankheitszeichen oft ganz plötzlich auf. Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind deutlich ausgeprägter als bei einer normalen Erkältung. Zudem handelt es sich beim «grippalen Infekt»  zumeist nicht um eine Infektion mit dem Influenza-Virus, sondern um eine Erkältung.

Parallel kommt es oft zu starken Kopf- oder Gliederschmerzen.  Auch die Symptome einer unangenehmen Magen-Darm-Grippe wie Erbrechen und Durchfall sind klar von der Influenza zu unterscheiden.

Beim grippalen Infekt beginnt der klassische Krankheitsverlauf häufig mit einem leichten Kratzen oder Schmerzen im Hals. Im weiteren Verlauf können dann zusätzlich Husten, Schnupfen und Heiserkeit in beinahe jeder erdenklichen Kombination auftreten. In den meisten Fällen leiden die Erkälteten auch an Kopfweh und Müdigkeit.
 

Beim grippalen Infekt beginnt der klassische Krankheitsverlauf häufig mit einem leichten Kratzen oder Schmerzen im Hals

Der Auslöser hinter dem grippalen Infekt ist oft die Ansteckung mit Adeno-, Rhino-, Parainfluenza-, Coxsackie- und RS-Viren. Diese sind nur wenige Tausendstel Millimeter gross, befallen Schleimhautzellen und vermehren sich dort.

 

Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion. Ausgehustete Erreger werden eingeatmet oder gelangen über die Hände (zum Beispiel über Türklinken oder Gegenstände) auf die Schleimhäute von Mund, Auge und Nase, über die sie ebenfalls in den Körper gelangen können.

Alle Faktoren, die das Immunsystem schwächen, machen den Körper anfälliger für grippale Infekte. So können neben Unterkühlung auch Stress, Schlafmangel und Krankheiten die Ausbreitung der Erreger begünstigen. Auch enger Kontakt mit Menschen (zum Beispiel in der Bahn oder am Arbeitsplatz) erleichtert die Übertragung der Erreger. So haben die Erreger bei grossen Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen ein leichtes Spiel.

Liegen zusätzlich keine starken Beschwerden vor (wie zum Beispiel starke Hals- oder Ohrenschmerzen, Anzeichen einer echten Virusgrippe durch das Andauern der Symptome von zwei oder mehr Wochen),  heilen Erkältungen auch ohne Behandlung selbstständig wieder aus. In der Regel nehmen die Beschwerden  nach 3 bis 7 Tagen von selbst ab und nach rund 14 Tagen sind zumeist die deutlichen Krankheitszeichen verschwunden.

Die Behandlung mit Antibiotika ist bei einer normalen Erkältung nicht sinnvoll, können Husten, Schnupfen und Heiserkeit doch oft mit klassischen Hausmitteln wie Tee, Inhalation oder Erkältungsbädern selbst behandelt werden.