An der holländischen Universität Utrecht wurde eine Umfrage gestartet. Man wollte von den Männern wissen, welche Eigenschaft den Frauen beim Penis wohl wichtig ist. 90% der Männer antworteten, dass den Frauen wahrscheinlich die Länge am wichtigsten sei. Anschliessend wurde den Frauen die gleiche Frage gestellt. Hier kam es nun zu einem überraschenden Ergebnis: 95% der Frauen schauen auf die Dicke des Penis.

Scheidungsrate in der Schweiz steigt

Dr. Deniel Kish, Inhaber einer Zürcher Schönheitsklinik, wartet mit einer weiteren Statistik auf: Gemäss den neuesten Daten, beträgt die Scheidungsziffer in der Schweiz 43,1%. Ein Faktor dieser hohen Scheidungsrate ist das veränderte Sexleben des Paars nach einer Geburt. Nach einer vaginalen Geburt weitet sich in der Regel die Vagina aus. Das Lustempfinden der Frau, das nach einer Geburt sowieso schwindet, ist nicht mehr das gleiche wie davor. Doch noch immer reden viel zu wenige Paare über dieses heikle Thema. Die sexuelle Lust, so Dr. Kish, würde bei einer Penisvergrösserung sowohl beim Manne als auch bei seiner Partnerin wieder aufkommen. Miteingehend wird bei einer Vergrösserung nämlich auch der Penis breiter.

Der Eingriff

Bei dieser Operation, die in Europa nur wenige Experten beherrschen, wird behutsam und nur tröpfchenweise Fettgewebe unter die Penishaut implantiert. Das geschieht unter einer Narkose. Nach der Operation muss für sechs Wochen lang auf Sex verzichtet werden. Nur selten treten Infektionen oder Blutergüsse auf. Das sagt Dr. Kish, der diese Operation schon seit 17 Jahren anbietet. Billig ist sie aber nicht, die Behandlung. Im Durchschnitt kostet eine Penisvergrösserung  10 000 Franken. Von den Krankenkassen wird nichts übernommen und daran wird sich auch in den nächsten Jahren voraussichtlich nichts ändern. Dabei ist interessant, dass die Schweiz in Europa pro Kopf am meisten für die plastische Chirurgie ausgibt.

Patienten mit Durchschnittspenis

Doch wer kommt eigentlich in seine Praxis? Ganz normale Menschen. Männer, die einen Durchschnittspenis haben und trotzdem unsagbar darunter leiden. Man spricht dabei von Inkongruenz, also der Nichtübereinstimmung der eigenen Wahrnehmung mit der Umwelt. Der Schönheitschirurg gibt dafür ein Beispiel. Da war dieser depressive Mann, der in sein Sprechzimmer kam. Die Schultern eingefallen, der Blick starr auf den Boden gerichtet und der Kleidungsstil stark  vernachlässigt. Der vorgeschlagene Gang zum Psychiater und zum Sexualtherapeuten brachten keine Besserung. Erst dann willigte der Arzt ein. Nach der Operation kam der Mann zur letzten Sitzung. Er war nicht wieder zu erkennen. Im schicken Anzug trat er ins Zimmer, guckte sicher in die Augen und machte der Krankenschwester sogar einen Antrag!

Die Beratung ist das A und O

Eine umfassende Beratung empfiehlt sich bei jeder plastischen Operation. Ein seriöser Arzt nimmt sich viel Zeit in der Vorbesprechung. Es gilt sich heranzutasten an die Bedürfnisse des Patienten und dessen Realisierung. Der Moralkodex «primum nil nocere», den Patienten nicht zu schaden, dieser Leitspruch ist (auch) für einen Schönheitschirurgen verpflichtend.