Der Mensch verbringt ungefähr ein Drittel seines Lebens mit Schlafen, wobei die nächtliche Ruhe seine grösste Erholungsquelle ist. Wird der Schlaf zur Qual, stecken häufig Ängste und Sorgen – allen voran die Existenzangst – hinter den Schlafstörungen. Treten zudem körperliche Symptome auf, schiebt die betroffene Person die Schlafproblematik wahrscheinlich schon länger vor sich her. Wer nicht zu Schlaftabletten greifen will, kann es mit Hypnose versuchen. Eine professionelle Hypnosetherapie kann das vegetative Nervensystem positiv beeinflussen und den Weg zum tiefen und gesunden Schlaf ebnen.

Am gestörten Unterbewusstsein arbeiten

Bei der Hypnosetherapie werden als Erstes alle Störfaktoren individualisiert. «Sind die Störfaktoren einmal bestimmt, kann mit der Behandlung begonnen werden. Diese bewirkt, dass im gestörten Unterbewusstsein die richtigen Suggestionen gesetzt werden», erklärt Tino Jeremy Mosca-Schütz, dipl. Hypnosetherapeut HS. «Eine Behandlungsmöglichkeit mittels Hypnosetechnik sind Übungen mit Spannung und Entspannung, eine Technik, die auch im Autogenen Training bekannt ist», so der Experte.

Hypnose als Lösung?

Der Therapieerfolg kann sich nach den Erfahrungen des Hypnosetherapeuten manchmal bereits nach einer Sitzung einstellen. Er hängt jedoch sehr von der Zusammenarbeit mit dem Klienten ab. Die betroffene Person soll nach Ende der erforderlichen Hypnosesitzungen mit seinem Problem nicht hilflos alleine dastehen, sondern die richtigen Instrumente zur Selbsthilfe erhalten. Ein wichtiger Bestandteil der Schlafqualität ist in diesem Sinne die sogenannte ‘Schlafhygiene’, wie sie Mosca-Schütz nennt: «Das eigene Verhalten, ungestörte Schlafverhältnisse sowie die Schlafdauer beinhalten viel Raum für Eigengestaltung und können so unmittelbar zu einer Verbesserung der Schlafqualität führen.»

Wann zum Arzt?

Auch die Hypnosebehandlung kann an ihre Grenzen stossen. Diese verläuft jedoch sehr individuell. «Die medizinische Seite der Erkrankung zu erkennen und diese zu deuten, ist Bestandteil der medizinischen Grundlagenkenntnis und obliegt der Verantwortung des Therapeuten», betont hier Mosca-Schütz.