eHealth will Patienten, Ärzte, Spitäler, Therapeuten, Spitex, Laboratorien und alle Teilnehmer des Gesundheitswesens vernetzen. Der elektronische Austausch von Patientendaten erfolgt schneller und sicherer, wovon in erster Linie der Patient profitiert: Die Services werden besser. Doch auch die Behandlung an sich, inklusive Nachbehandlung und Monitoring eines Patienten, kann so interaktiv und in Echtzeit über verschiedene Standorte hinweg geführt werden.

Trends im Bildungsbereich

Diese Möglichkeiten bringen auch Bewegung ins Weiterbildungsangebot. «Am meisten bewegen die grossen Fachtagungen, an denen die verschiedensten Zielgruppen inklusive Industrie anwesend sind, sich über den Stand der Technik informieren und sich austauschen», sagt Herbert Jucken, Kursleiter des CAS- und DAS-Lehrgangs eHealth. Auch gibt es vermehrt Kurse und Zertifikatslehrgänge, die sich dem Thema annehmen. Für Medizininformatiker gibt es Studiengänge, der Schweizer Spitalverband bietet Weiterbildungen für medizinisches Fachpersonal an und Fachhochschulen entwickeln spezifische Lehrgänge.

eHealth als Gesamtprozess

«Wichtig ist, dass nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch die methodischen Aspekte vermittelt werden. So sollen Fachpersonen wie auch Entscheidungsträger aus Organisationen und der Industrie angesprochen werden. Sie sollen um die Möglichkeiten von eHealth wissen und befähigt werden, solche Lösungen vorzuschlagen, zu entwickeln, zu beurteilen sowie durchzuführen und zu betreuen», sagt Jucken. «eHealth muss immer in einem Gesamtprozess entworfen und eingeführt werden. Es verändert sehr viel, die Leute müssen zu einer anderen Arbeitsweise geführt werden. Prozess-, Wissens- und Change-Management sind deshalb sehr wichtige Fähigkeiten.»

Fit für die Zukunft

Wer in eine eHealth-Weiterbildung investiert, kann in seiner Organisation künftig wichtige Aufgaben übernehmen und einen Aufgabenbereich besetzen, der Karrierechancen eröffnet. «Diese Lösungen sind nicht einfach einmal aufgebaut und etabliert. Sie entwickeln sich laufend weiter, es wird immer Neues daran angeknüpft. Es wird immer mehr Kooperationspartner geben, die sich vernetzen und die strategischen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und zur Überbrückung von Distanzen nutzen», so Jucken.