Das Herz, unser Motor...

...pumpt normalerweise täglich rund 8000 Liter Blut in unseren Körper. Bei manchen Menschen jedoch lässt die Kraft des Herzens nach. Meist ist die Erkrankung die Folge eines Herzinfarkts oder jahrelangen Bluthochdrucks.

Das Herz wird immer schwächer und schafft es nicht mehr, den Körper mit genügend Blut zu versorgen. Der ganze Körper wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Eine Herzinsuffizienz ist also eine ernste Erkrankung, die möglichst früh erkannt und behandelt werden sollte.

Müdigkeit und Atemnot

Eine chronische Herzinsuffizienz macht sich schleichend bemerkbar. Typische Hinweise sind eine rasche Ermüdung und Atemnot, die anfänglich bei körperlicher Anstrengung eintritt, später auch schon in Ruhe oder auch nachts in liegender Position.

Füsse, Knöchel und Beine schwellen an, weil sich Wasser im Körper einlagert. Wasseransammlungen können auch im Bauchraum auftreten und den Appetit nehmen. Solche Beschwerden werden anfänglich oft verkannt und als «normale» Alterserscheinungen abgetan.

Dies ist falsch. Die genannten Beschwerden sollten dringend mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden. Denn eine Herzinsuffizienz verläuft zwar meist chronisch, ohne Therapie jedoch verschlechtert sie sich rasch und beeinträchtigt die Gesundheit aller Organe.

Ohne Medikamente geht es nicht

Eine gute Behandlung einer Herzinsuffizienz mindert Beschwerden, bremst das Fortschreiten der Erkrankung und verhilft zu einem längeren Leben mit einer möglichst guten Lebensqualität. Sie verringert darüber hinaus das Risiko einer plötzlichen, lebensbedrohlichen Verschlechterung. Zur Behandlung sind meist Medikamente aus mehreren Wirkstoffklassen nötig.

Sie helfen, den Blutdruck zu senken, die Gefässe zu erweitern, das Herz zu entlasten und den Körper zu entwässern. Eine medikamentöse Therapie alleine reicht jedoch nicht aus.

Stark bleiben trotz Herzschwäche

Betroffene müssen auch selbst einen Beitrag leisten, um ihre Lebensqualität zu erhalten und Notfälle zu vermeiden. Dies bedeutet: tägliche Selbstkontrolle der Medikamente, der Wasser- und Salzaufnahme, des Blutdrucks sowie des Gewichts. Ein herzgesunder Lebensstil gehört ebenfalls dazu.

Schliesslich ist es wichtig, Alarmzeichen rasch zu erkennen und den Arzt sofort zu informieren. Dadurch kann man belastende Spitalaufenthalte rechtzeitig verhindern.

Eine Herzinsuffizienz verlangt also viel Selbstdisziplin. Deshalb unterstützt die Schweizerische Herzstiftung Betroffene mit einer neuen Website und kostenlosen Hilfsmitteln, zum Beispiel mit einem Herztagebuch und einer neuen App für Tablets. Weitere Informationen auf www.schwachesherz.ch