Die Schweiz ist mit diesem Problem nicht allein. In allen westlichen Gesellschaften ist eine starke Zunahme der Diabetes-Erkrankungen festzustellen, aber am schlimmsten trifft es die Schwellenländer wie etwa Indien und China. Mit zunehmend westlicher Ernährungsgewohnheiten steigt die Zahl der an Diabetes Erkrankten in diesen Ländern rasant an – UNO und Weltgesundheitsorganisation gehen davon aus, dass ohne konsequente Aufklärung und Gegenmassnahmen die Zahl der Diabetiker in diesen Ländern bald einmal die 10-Prozent-Marke überschreiten wird.

Dringende Aufklärung gebraucht
Die Menschen müssen auf diese Krankheit, ihre Ursachen und ihre Behandlungsmöglichkeiten hingewiesen werden, zwar dringend und mit allen Mitteln. Das ist das Ziel des Welt-Diabetestages. Der Diabetes jedoch ist heimtückisch: viele Menschen merken erst sehr spät, dass sie an der Zuckerkrankheit leiden. Er kündigt sich schleichend an, die Symptome werden oftmals auch von Ärzten erst spät erkannt. Nur der Typ-1-Diabetes, der etwa 10 Prozent aller Diabeteserkrankungen ausmacht, wird in aller Regel früh erkannt. Auch hier ist die Anzahl der Erkrankten am Steigen, allerdings nicht so stark wie beim Diabetes Typ 2, der mehrheitlich erwachsene und vor allem ältere Menschen betrifft. Diabetes ist eine heimtückische Krankheit, aber sie ist kontrollierbar und bis zu einem gewissen Grad aufschiebbar, wenn sie früh erkannt wird. Dann ist auch der Erhalt einer guten Lebensqualität möglich. Wird die Krankheit zu spät entdeckt oder verdrängt, sind schwerwiegende Komplikationen, etwa schwere Durchblutungsstörungen vor allem in den Extremitäten bis hin zu Amputationen oder gar Erblindung die Folge.

Betreuung schweizweit
In der Schweiz stehen Betroffenen verschiedene Anlaufstellen zur Auswahl. Eine davon ist die Schweizerische Diabetes-Gesellschaft (SDG), welche heute rund 25 000 Mitglieder zählt und sich der Interessensvertretung von Diabetikern und Diabetes im nationalen Gesundheitswesen widmet. Zudem bietet diese in 20 regionalen Diabetes-Gesellschaften individuelle Beratungen für Patienten und deren Angehörige.

Chrnonisch und nicht ansteckbar
Ebenso essentiell ist die enge Zusammenarbeit aller Organisationen, die sich für die Anliegen der Betroffenen von nicht ansteckenden chronischen Krankheiten einsetzen. Somit werden die Anliegen koordiniert auf allen Ebenen wahrgenommen und die medizinischen Betreuungsmassnahmen von allen Organisationen transparent und zu vergleichbaren Ansätzen entschädigt. Um die medizinischen Betreuungsmassnahmen auf allen Stufen und von allen Organisationen im Bereich der chronischen Krankheiten transparent zu halten, ist eine enge Zusammenarbeit der Gesundheitsligen, wie zum Beispiel der Schweizerischen Diabetes-Gesellschaft, die sich für die Anliegen der Betroffenen von nicht ansteckenden chronischen Krankheiten von grosser Bedeutung.