Haarausfall ist meist genetisch bedingt
Volles Kopfhaar symbolisiert Schönheit und Jugendlichkeit. Kein Wunder also, dass für viele Menschen der Verlust ihrer Haare zu einem Problem wird. «Haarausfall ist ein schleichender und unaufhörlicher Prozess. Jeden Tag und bei jedem Blick in den Spiegel damit konfrontiert zu werden, kann das Selbstvertrauen massiv beeinflussen», erklärt der Haarchirurg Dr. Lars Heitmann. Haarausfall ist fast immer erblich bedingt und kann schon in jungen Jahren beginnen.

«Der Haarverlust setzt meist schon ab dem 20. bis 25. Lebensjahr ein, manchmal sogar noch früher», so Heitmann. Dabei spielen die männlichen Geschlechtshormone eine entscheidende Rolle: «Der erblich bedingte Haarausfall wird durch eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber einem Abbauprodukt des Testosterons verursacht», so der Chirurg.

Haarausfall behandeln
Tatsächlich kann dem Haarausfall entgegengewirkt werden. So gibt es Medikamente, die den fortschreitenden Haarausfall aufhalten bzw. verlangsamen können. «Das sind einerseits Lösungen, die man örtlich auf die Kopfhaut aufträgt. Der Erfolg ist hier aber meist sehr bescheiden. Dann gibt es noch Tabletten, die jedoch lebenslänglich eingenommen werden müssen. Ihre Wirkung ist deutlich besser, jedoch können sie einige Nebenwirkungen haben», erklärt Lars Heitmann. Die einzige Möglichkeit, um die licht oder kahl gewordenen Hautareale wieder mit Haar aufzufüllen, ist die Haartransplantation.

Das Prinzip der Haartransplantation ist einfach: Haarwurzeln (Haarfollikel) werden aus dem «Haarkranz», also vom Hinterkopf und oberhalb der Ohren entnommen und anschliessend auf die lichten bzw. kahlen Gebiete des Oberkopfes umverteilt. «Die ‹neuen› Haare wachsen in der Regel lebenslang und können nach Herzenslust frisiert und ‹gestylt› werden», so Heitmann abschliessend.