Das Thema ist allgegenwärtig

Schlechter Schlaf betrifft unzählige Menschen. Diese schlafen nicht nur schlecht, sondern klagen über Schmerzen und Verspannungen in der Nacht und am Morgen.

Viele verschiedene Fachdisziplinen sind in das Geschehen involviert. Ärzte, Therapeuten, Schlaflabore, Schlafkliniken, Psychotherapeuten und viele weitere medizinische Fachleute. Daneben gibt es ein unüberschaubares Angebot an Hilfsangeboten und Hilfsmitteln.

Verschiedene Ursachen

Einer der grössten Verursacher für Schlafprobleme ist der Ärger darüber, dass man nicht schläft!

Das Problem ist, dass Schlafprobleme oft viele verschiedene Ursachen haben. Sie können angestossen werden über negative Erlebnisse, Traumatisierungen, psychische oder physische Probleme. Allen gemeinsam ist, dass die Situation sehr leicht chronisch werden kann. Auch ganz einfache Umstände können zum Problem werden.

So formuliert der renommierte Schlafforscher Professor Jürgen Zulley: «Einer der grössten Verursacher für Schlafprobleme ist der Ärger darüber, dass man nicht schläft!»

Wer schlecht schläft, startet schlecht in den Tag und beendet diesen am Abend ebenso schlecht mit dem Ins-Bett-Gehen.

Diese Situationen können so schwierig werden, dass sich mit der Zeit alles nur noch um diese Schlafstörungen dreht. Es gibt Menschen, die haben regelrecht Angst, ins Bett zu gehen.

Ursache durch Liegeprobleme

Ein wichtiges Detail möchte ich hier herausgreifen. Es sind die Liegesituationen dieser Betroffenen. Von den Betreuenden dieser Menschen wird fast nie berücksichtigt, dass entspanntes Liegen eine Grundvoraussetzung für gutes Schlafen ist. Sehr viele Schlafstörungen werden durch Verspannungen oder Schmerzen verursacht.

Wer sich die halbe Nacht hin- und herwälzt, weil er keine entspannende Lage findet, kann am Morgen auch nicht entspannt und frisch erwachen.

Leider werden diese Schlafprobleme, die eigentlich regelrechte Liegeprobleme sind, oft nicht als solche wahrgenommen. Der Ausspruch: «Ich habe schlecht geschlafen, es tut mir alles weh» deutet klar darauf hin. Menschen, die von solchen «Schlafproblemen» betroffen sind, leiden oft ursächlich unter Liegeproblemen.

Deshalb fühlen sie sich  am Morgen zerschlagen und nicht ausgeruht.

Leider gibt es für diese Probleme nur wenige ausgebildete Fachleute, die imstande sind, solche Situationen zu analysieren. Diese Liegeberater können Betroffenen helfen, individuell passende Liegelösungen zu finden.

Das reicht aber in den meisten Fällen noch nicht. Nötig sind oft Verhaltensänderungen und weitere präventive Massnahmen. Entscheidend ist, zu erkennen, was für Faktoren an den negativen Situationen als Ursache infrage kommen.

Diese Faktoren liegen meistens gar nicht in der Nacht, sondern im Tag. Verspannungen, die in der Nacht eskalieren, weil man sich da zu wenig bewegt, werden in der Regel schon mit ins Bett gebracht. Das Sitzen beim Arbeiten ist einer dieser Gründe.

Wenig Bewegung, schlecht trainierte Muskulatur oder Muskelverkürzungen sind weitere Einflüsse auf das Geschehen in der Nacht.

Es bleibt zu wünschen, dass sich die Wahrnehmung falschen Liegens nicht nur bei den Betroffenen rasch verbreitet, sondern vor allem bei den betreuenden Ärzten, Therapeuten und Helfern durchsetzt.