Typische Symptome für eine Hausstaubmilbenallergie sind tränende oder juckende Augen, Husten, ein wässriger Fliessschnupfen, bei dem die Nase läuft, und häufige Niesanfälle. Bei einer schweren Hausstaubmilbenallergie können zudem auch Atemnot durch allergisches Asthma bronchiale auftreten. Allergisch reagieren die Betroffenen auf den Kot der Milben. Die Therapie besteht in erster Linie darin, die Hausstaubmilbe zu bekämpfen und den Hausstaub zu beseitigen, um den Kontakt mit dem Auslöser der Allergie möglichst zu vermeiden. Insbesondere geht es darum, das Bett zu sanieren. Hausstaubmilben finden in regelmässig genutzten Matratzen ideale Lebensbedingungen vor. Empfehlenswert ist es, sämtliche Matratzen mit einem allergendichten Matratzenüberzug aus wasserdampfdurchlässigem Material zu überziehen und beim Bettzeug milbendichte, das heisst allergendichte Bezüge zu verwenden. Selbstverständlich unter der normalen Bettwäsche. Zudem sollten Kissen- sowie Deckenbezüge und Leintücher regelmässig bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Allergietests zur Diagnose

Als Mittel gegen akute Symptome der Hausstaubmilbenallergie gibt es rasch wirkende Medikamente, sogenannte Antihistaminika und Glukokortikoid-Sprays. Wenn dies alles nichts nützt, kann bei Kindern und Erwachsenen eine Desensibilisierung in Form einer Allergen-Immuntherapie gegen die im Hausstaub enthaltenen Allergieauslöser in Betracht gezogen werden. Um den Verdacht auf eine Hausstaubmilbenallergie zu erhärten, sind verschiedene Allergietests zur Diagnose hilfreich.

Nicht vorbeugen

Einer Hausstaub- beziehungsweise Hausstaubmilbenallergie kann man nicht generell vorbeugen. Die allergieauslösenden Stoffe nach Möglichkeit zu reduzieren, ist zwar bei der Behandlung der Allergie verhältnismässig wirkungsvoll. Als vorbeugende Massnahme taugt sie allerdings nicht.

Gut zu wissen

Es gibt aber ein paar Tipps, die helfen können. So sollte man insbesondere darauf achten, dass stets alle Wohnräume gut gelüftet und trocken gehalten werden. Matratzen, die älter als acht Jahre sind, sollten ohnehin ersetzt werden. Ratsam ist ein Staubsauger mit speziellen Feinstaubfiltern. Bei einer Hausstaubmilbenallergie sollte man aber nach Möglichkeit nicht selber staubsaugen oder die Bettwäsche wechseln. Staubfänger wie Polstermöbel, offene Bücherregale, Kissen oder Stofftiere sollten gänzlich vermieden werden. Zusätzlich kann man die typischen Beschwerden der Hausstaubmilbenallergie wie erwähnt oft durch eine Allergen-Immuntherapie, eine spezifische Art der Immuntherapie, behandeln. Nach drei- bis maximal fünfjähriger Therapie kann die Wirkung oft noch über viele Jahre hinweg anhalten. Eine gute Nachricht zum Schluss: Hausstaubmilben sind an sich harmlos und ungefährlich. Für Allergiker sind sie aber nicht nur lästig, sondern ein grosses Problem, das die Lebensqualität massiv und nachhaltig beeinträchtigen kann.