Viele Menschen, auch Männer, fühlen sich häufig müde und abgeschlagen. Vielfach steckt nur zu wenig Schlaf hinter den Beschwerden. Doch wer immer und langanhaltend müde ist, sollte auch eine Erkrankung als Ursache für die Müdigkeit in Betracht ziehen. So kann die Müdigkeit etwa durch einen Eisen- oder Vitaminmangel verursacht werden.

Menschen, die an einer Depression erkranken, fällt es häufig schwer, abends einzuschlafen

Aber auch schwerwiegendere Krankheiten wie eine Krebserkrankung oder eine schwere Depression können mögliche Auslöser sein.

Die akute Müdigkeit stellt einen Schutzmechanismus dar, um uns vor Überanstrengung zu schützen. Während des Schlafens regeneriert sich unser Körper und er kann neue Kräfte sammeln.

Wird dem Körper dauerhaft Schlaf entzogen, führt dies zu einer chronischen Müdigkeit. Diese kann sich unter anderem in Konzentrationsproblemen und zunehmender Schmerzempfindlichkeit manifestieren.

Sich Hilfe holen

Wer immer und dauerhaft müde ist, sollte dieses Warnzeichen ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen. Insbesondere wenn weitere Symptome auftreten, kann hinter der Müdigkeit wie gesagt auch eine ernsthafte Erkrankung stecken.

Müdigkeit kann nicht nur körperliche, sondern auch psychische Ursachen haben. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Müdigkeit mit Abgeschlagenheit und einer gedrückten Stimmung einhergeht. Der Müdigkeit kann dann eine Depression zugrunde liegen. Menschen, die an einer Depression erkranken, fällt es häufig schwer, abends einzuschlafen.

Zudem können sie meist nicht durchschlafen. Wer folglich immer müde ist, sich antriebslos und abgeschlagen fühlt, sollte sich psychologisch Hilfe suchen. Grundsätzlich gilt: Eine gelegentliche Müdigkeit durch Lebensumstände wie zu wenig Schlaf, nach einem stressigen Arbeitstag, nach einer langen Reise, nach körperlicher oder geistiger Anstrengung oder auch nach einer belastenden Situation ist normal und lässt sich durch eine Schlaf- und Erholungsphase wieder ausgleichen.

Eine anhaltende Müdigkeit über Tage und Wochen, vor allem wenn man sich diese nicht erklären kann oder wenn weitere Beschwerden hinzukommen, sollte man immer ärztlich abklären lassen.

Stichwort Testosteron

Testosteron ist das wichtigste Hormon im männlichen Körper. Das zeigt sich insbesondere, wenn es nicht ausreichend vorhanden ist. Ein Testosteronmangel kann zu einem allgemeinen Vitalitätsverlust, zu unerklärlicher Abgeschlagenheit und Müdigkeit führen. Schon zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr sinkt der Testosteronspiegel jedes Mannes um ein bis zwei Prozent pro Jahr.

Das ist ein natürlicher Prozess. Der Hormonabfall ist aber so geringfügig, dass er bei einem gesunden Mann nicht ins Gewicht fällt. Bei einigen Männern kommt es im Laufe der Jahre jedoch zu so niedrigen Werten, dass sie Mangelsymptome wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit entwickeln.

Ob das Hormondefizit so gross ist, dass es behandelt werden muss, oder die Symptome normale Begleiterscheinungen des Altersprozesses oder eines stressigen Lebenswandels sind, kann nur ein Arzt entscheiden.

Die Abgeschlagenheit ist ein Gefühlszustand, der unzählige Gründe haben kann. Körperliche Aktivitäten wie Sport werden dann leider meist vermieden, obwohl gerade sie in dieser Zeit wichtig wären, um den Hormonhaushalt im Körper wieder in Schwung zu bringen.