Wer von Schnarchen und starker Müdigkeit tagsüber geplagt ist, könnte an einer sogenannten Schlafapnoe leiden. Die Schlafapnoe ist eine Erkrankung der Atemwege, die durch kurze Atemaussetzer während der Nacht gekennzeichnet ist. Durch die Schutzfunktion des Körpers wacht der Betroffene bei jedem Aussetzer kurz auf und kann nie in einen erholsamen Tiefschlaf fallen.

Die aktuell erfolgreichste Therapie dagegen ist die Überdruckbeatmung (die englische Abkürzung CPAP steht für Continuous Positive Airway Pressure). Hier wird durch eine Atemmaske ein leichter Überdruck erzeugt. Dieser sorgt dafür, dass die Atemwege während der Nacht frei bleiben und der Patient nicht mehr durch Stillstände geweckt wird.

Telemonitoring

Eine Neuerung bei dieser Behandlungsmethode ist das Telemonitoring. Dabei wird ein kleiner Computer in die Atemmaske eingebaut,  um den Maskensitz und die Nutzungseffizienz zu überwachen. Die gespeicherten Daten schickt das Gerät dann direkt online an den behandelnden Arzt und das betreuende Zentrum (meist die regionale Lungenliga).

Der Arzt kann so die Handhabung des Geräts optimieren, ohne den Patienten noch einmal extra aufbieten zu müssen. Die meisten Betroffenen scheinen diese Art der Behandlung zu schätzen. «Ich sehe nur positive Reaktionen», sagt Dr. Sarosh Irani, Experte für Pneumologie. «Bisher hat keiner das Telemonitoring aus Angst, man schaue ihm ins Schlafzimmer, abgelehnt.»

Keine Tagesmüdigkeit

Die Patienten, die sowohl das Telemonitoring wie auch eine Atemmaske ablehnen, seien fast immer die, die keine Tagesmüdigkeit verspüren. Die Erfahrung von Dr. Sarosh Irani zeigt, diejenigen, die extrem müde sind, kann man problemlos behandeln: «Die Patienten, welche wir schlafend im Wartezimmer antreffen, sind am unkompliziertesten.»