Die Makula ist die zentrale Stelle in der Netzhaut. Sie ermöglicht ein scharfes Sehen. Die Makula enthält nämlich sehr dicht und regelmässig angeordnete Sehzellen. Mit zunehmendem Alter können in der Makula aber erhebliche Unregelmässigkeiten auftreten. Wenn man etwas fixieren will, sieht man unscharf, verzerrt oder nur eingeschränkt. Beim Lesen etwa lassen sich Buchstaben oder ganze Wörter nicht mehr richtig erkennen. Da hilft auch die beste Brille nichts. Die Umgebung wird allerdings meist noch recht gut erfasst.

Individuelle Sehvoraussetzungen
Wenn der Augenarzt eine «trockene» oder «feuchte» Altersbedingte Makula-Degeneration diagnostiziert, eine medizinische Behandlung aber als nicht indiziert oder zwecklos erachtet wird, kann sich eine AMD-Beratung dennoch lohnen. Ist die Sehfähigkeit mit medizinischen Massnahmen nicht weiter zu verbessern, so kann mittels einer Low Vision-Abklärung untersucht werden, was man trotz AMD noch sehen kann. Spezialisierte Augenoptiker bestimmen dabei die individuellen Sehvoraussetzungen. Vergrösserungsbedarf, Blendempfindlichkeit und benötigte Lichtverhältnisse werden sorgfältig und ohne Zeitdruck getestet. Daraus ergeben sich Hinweise auf die optimale Nutzung des verbliebenen Sehvermögens. In einigen Beratungsstellen von Schweizer Sehbehindertenorganisationen kann man kostenlos eine professionelle AMD-Beratung in Anspruch nehmen. Meist können dabei auch gleich geeignete Hilfsmittel ausprobiert werden (Quelle: Schweizerischer Blindenbund «blind.ch»).

 

Christian Lanz
redaktion.ch@mediaplanet.com
 
----------------
Nützliche Links:
www.blind.ch