Der Begriff Burnout ist allgegenwärtig. In der heutigen Leistungsgesellschaft ist er schon fast zu einem Modebegriff geworden, der sich im Kontext eines immer höheren Erwartungsdrucks in der Arbeitswelt als feste Grösse etabliert hat.
 

Dabei sollte die Erkrankung auf keinen Fall unterschätzt werden, da sie ernst zu nehmende Folgen haben kann.
 

Die Folgen einer gestörten Work-Life-Balance

Ein Burnout entsteht, wenn die vorhandenen Ressourcen zur Bewältigung der bestehenden Aufgaben nicht mehr ausreichen. Dies betrifft in der Schweiz immer mehr Personen.

Wie eine aktuelle Untersuchung von Gesundheitsförderung Schweiz zeigt, hat in den letzten Jahren sowohl der Anteil an Erwerbstätigen mit mehr Belastungen als Ressourcen als auch der Anteil emotional erschöpfter Personen zugenommen, ein durchaus alarmierender Trend.

Kommt es nämlich zu einer chronischen Stressbelastung am Arbeitsplatz und die notwendige Erholung bleibt aus, sind die typischen Symptome eines Burnouts die Folge.

Die Betroffenen fühlen sich ausgebrannt, sind chronisch müde und erschöpft. Oftmals entwickeln sie eine zynische Haltung gegenüber ihrer Arbeit und ihren Mitmenschen, sind in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt und leiden unter körperlichen Beschwerden, wie Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit.

Vom Burnout zur Depression

Häufig wird ein Burnout von einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit begleitet, welches in einer Abwärtsspirale aus der bestehenden Erschöpfung und dem daraus resultierenden zusätzlichen Stress immer weiter verstärkt wird.

Nicht selten kommt es zu einer tiefen Verzweiflung mit lebensgefährlichen Todeswünschen, die schliesslich in eine Depression übergehen kann. So spricht man bei einer Depression auch von einer chronischen Stressfolgeerkrankung.

Sie gehört zu den häufigsten psychischen Störungen und betrifft bis zu 20 Prozent der Bevölkerung. Die Symptome sind denen eines Burnouts teilweise sehr ähnlich, sodass sich beide Krankheitsbilder nur schwierig voneinander abgrenzen lassen.
 

Neben einer gedrückten Stimmung kann eine Depression mit einem verminderten Antrieb und erhöhter Ermüdbarkeit sowie Erschöpfung einhergehen.
 

Auch Angstzustände, innere Unruhe und verminderte Konzentrationsfähigkeit sowie körperliche Beschwerden, die denen eines Burnouts gleichen, gehören zur Erkrankung. Insgesamt können durch eine Depression sämtliche Lebensbereiche beeinträchtigt werden.

Erfolgreich behandeln oder besser bereits vorbeugen

Obwohl es sich bei einer Depression um eine schwerwiegende Erkrankung handelt, ist sie mit der entsprechenden Behandlung dennoch heilbar. Je nach Schweregrad reicht diese von einer aktiv-abwartenden Begleitung über psychotherapeutische Massnahmen bis hin zu einer Pharmakotherapie.

Wichtig ist dabei, nach erfolgreicher Behandlung, diesen Zustand langfristig beizubehalten und einem Rückfall vorzubeugen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, kann man jedoch bereits im Vorfeld präventive Massnahmen ergreifen.

Stressfaktoren im Alltag sollten minimiert und ein hohes Arbeitspensum durch entsprechende Erholungsphasen begleitet werden. So ermöglicht eine gesunde Work-Life-Balance letztlich nicht nur eine gute körperliche Fitness, sondern auch eine gesunde Psyche.

In dieser Themenzeitung von Mediaplanet werden die beiden Krankheitsbilder Burnout und Depression, welche in ihrer Entstehung und der Symptomatik so eng miteinander verbunden sind, unter verschiedenen Aspekten näher beleuchtet.