Risikofaktoren

Rauchen

Wer mit dem Rauchen aufhört, vermindert das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Hirnschlag zu erleiden.

Unausgewogene Ernährung

Eine mediterrane, ausgewogene Ernährung wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte und den Blutzuckerspiegel aus.

Bewegung

Bereits 30 Minuten Bewegung am Tag wirken sich günstig auf den Blutdruck, die Blutfettwerte (Cholesterin) und den Blutzucker aus.

Übergewicht

Ein gesundes Körpergewicht beugt Bluthochdruck, Cholesterin und Diabetes vor und trägt dazu bei, Herz und Kreislauf gesund zu erhalten.

Bluthochdruck

Eine gesunde Lebensweise mindert einen Bluthochdruck.

Cholesterin (ungünstige Blutfettwerte)

Durch Bewegung und eine gesunde Ernährung können Arterien von Ablagerungen und Durchblutungsstörungen verschont werden.

Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit)

Ein gesunder Lebensstil wirkt sich positiv auf die Blutzuckerwerte aus.

Stress

Weniger Stress mindert das Risiko für einen hohen Blutdruck, eine koronare Herzkrankheit, einen Herzinfarkt und auch einen Hirnschlag.

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, allen voran die koronare Herzkrankheit, zählen zu den häufigsten Krankheiten in den Industrienationen. «Hier liegt die Ursache in einer krankhaften Veränderung der Herzkranzgefässe», betont Prof. Andreas Hoffmann, Facharzt für Herzkrankheiten FMH aus Basel. «Bei der so genannten Arteriosklerose lagern sich Blutfette, Blutgerinnsel oder Kalk an den Gefässwänden ab.

Das führt zu einem verminderten Blutzufluss und einer mangelnden Sauerstoff-Versorgung des Herzmuskels. Eine Arterienverkalkung der Herzkranzgefässe kann Brustenge (Angina Pectoris) und im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt hervorrufen.»

Risikofaktoren und Symptome

Professor Hoffmann unterscheidet zwischen beeinflussbaren und nicht beeinflussbaren Risikofaktoren. Zur ersten Gruppe zählt er das Rauchen, eine ungesunde Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Cholesterin, Diabetes und auch Stress. Nicht beeinflussbar sei sowohl ein zunehmendes altersbedingtes Risiko ab 40 Jahren als auch eine familiäre Vorbelastung bei Angehörigen ersten Grades.

«Das männliche Geschlecht ist nur in jüngeren Jahren ein Risikofaktor», betont der Kardiologe. Tückisch sei, dass sich eine Gefässverkalkung sehr langsam und über Jahre unbemerkt entwickeln kann. Als typische Symptome nennt er ein Engegefühl im Brustkorb, linksseitige Brustschmerzen, Beklemmung, Atemnot und schwere Befindlichkeitsstörungen.

Behandlung

Im Akutfall ist Eile geboten. Bei heftigen Brustschmerzen, Beklemmung oder Atemnot sollten Betroffene oder deren Angehörige keine wertvolle Zeit verlieren und direkt die 144 anrufen. Der Sanitätsnotruf ist im Falle eines drohenden Herzinfarktes für den Weg ins Spital und die Behandlung im Notfall bestens ausgestattet. Eine hochgradige Verengung und ein akuter Gefässverschluss können behandelt und ein drohender Herzinfarkt abgewendet werden.

«In den ersten drei bis fünf Stunden kann ein Gefäss geweitet und durch das Einsetzen einer Gefässstütze (Stent) stabilisiert werden, um die Blutversorgung wieder herzustellen. Je rascher dies geschieht, desto besser. Bei vielen Ablagerungen ist eine Bypass-OP in Erwägung zu ziehen.»

Prävention

Ab 40 Jahren empfiehlt der Facharzt, die Blutdruck- und Cholesterinwerte regelmässig messen zu lassen, und verweist auf den Herz-Kreislauf-Test der Schweizerischen Herzstiftung unter www.swissheartcoach.ch. Eine Grosszahl an Erkrankungen sei vermeidbar. «Wer sich regelmässig bewegt, z. B. seine Einkäufe zu Fuss erledigt oder eine Station früher aus dem Tram oder Bus aussteigt und den restlichen Weg mit eigener Körperkraft zurücklegt, der tut seinen Blutgefässwänden etwas Gutes.»

Darüber hinaus findet Prof. Hoffmann, dass sich Bewegungsaktive auch sonst gesünder verhalten. «Sie rauchen weniger, sie essen ausgewogener, sie haben weniger Übergewicht und weniger Stress, dafür aber bessere Blutdruck-, Blutfett- und Blutzuckerwerte.» Jeder kann durch einen gesunden Lebensstil die eigene Lebensqualität und Lebenserwartung nachweislich erhöhen.