Fruktose steckt in vielen natürlichen Lebensmitteln: in Honig, Obst, Fruchtsäften, Marmeladen und sogar in Gemüse. Auch Lebensmittelhersteller haben den fruchtigen Süssmacher für sich entdeckt. Er ist um etwa 20 Prozent süsser als Haushaltszucker, günstig und leicht zu verarbeiten.

Kaum ein Softdrink, Schokoladenriegel, Joghurt oder Eis wird daher ohne Fruktose hergestellt. Doch genau hier lauert Gefahr. Denn immer mehr Menschen leiden an Fruktoseintoleranz, sogenannter Fruktosemalabsorption. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa jeder dritte Erwachsene davon betroffen ist. 

Schätzungen gehen davon aus, dass etwa jeder dritte Erwachsene davon betroffen ist.

Bei der Fruktosemalabsorption ist die Funktion des Transportproteins für Fruktose eingeschränkt. Dadurch kann der Fruchtzucker nicht ausreichend in die Darmzellen aufgenommen werden. Typische Symptome zeigen sich schon nach der Einnahme geringer Mengen Fruchtzucker. Dazu gehören Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfungen, Sodbrennen, Übelkeit und Bauchschmerzen.

Ob tatsächlich eine Unverträglichkeit gegen Fruchtzucker vorliegt, kann der Arzt mit einem einfachen Atemtest feststellen. Nach der Diagnose sollten sich Betroffene während zwei Wochen fruktosearm ernähren. Anschliessend wird in einer Testphase die individuelle Verträglichkeit der Fruktose ermittelt. Dazu wird die Zufuhr der Menge an fruchtzuckerhaltigen Lebensmitteln schrittweise gesteigert.

Der Fruchtzucker wird in der Regel besser aufgenommen, wenn gleichzeitig fett- oder eiweissreiche Nahrungsmittel gegessen werden. Beispiel: Erdbeeren mit Zucker und Rahm werden im Allgemeinen von Betroffenen besser vertragen als die Erdbeeren alleine.

Jeder fünfte Schweizer leidet an einer Laktoseintoleranz

Bei einer Laktoseintoleranz zeigen sich häufig ähnliche Symptome wie bei der Fruktoseintoleranz. Subtile Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel und chronische Müdigkeit können ebenfalls die Folgen sein.

Bei der Laktoseintoleranz wird der Milchzucker – die Laktose – nicht vertragen. Sie ist in fast jedem Milchprodukt in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten. Bei gesunden Menschen bilden die Zellen der Dünndarmschleimhaut ein spezielles Enzym – die Laktase.

Diese spaltet den Milchzucker in seine Einzelteile auf. Menschen mit Laktoseintoleranz hingegen können den Milchzucker nicht verdauen, da ihre Dünndarmschleimhautzellen nur wenig oder gar keine Laktase produzieren.

Die einfachste Methode zur Feststellung einer Laktoseintoleranz ist die Selbstbeobachtung. Zudem kann ein einfacher Atemtest die Diagnose bestätigen.

Die Therapie wird in Form einer laktosearmen Ernährung durchgeführt. Betroffene sollten sich nach der Diagnose für kurze Zeit laktosefrei ernähren. In einer anschliessenden Testphase wird die individuelle Verträglichkeit der Laktose ermittelt. Zudem ist im Detail- und Fachhandel eine grosse Anzahl von laktosefreien Spezialprodukten erhältlich.