Ob man nun selber betroffen ist oder nicht, man begegnet dem Thema fast auf Schritt und Tritt, Tendenz zunehmend. Immer wieder werden die Expertinnen und Experten von aha! Allergiezentrum Schweiz mit der kritischen Frage konfrontiert, ob dies nicht alles einfach eine trendy Erscheinung des modernen Zeitgeists sei.

Ob hier nicht einfach marketinggetrieben ein Thema aufgebauscht werde, von dem dann das Gesundheitswesen und die Konsumgüterindustrie profitieren könne. Um es vorwegzunehmen: Dem ist – leider! – nicht so.Die Zunahme von medizinisch bestätigten Allergien und Intoleranzen ist wissenschaftlich klar belegt.

"Die Zunahme von medizinisch bestätigten Allergien und Intoleranzen ist wissenschaftlich klar belegt."

Die Prävalenzzahlen haben in der Schweiz über die letzten Jahrzehnte epidemische Dimensionen erreicht: Tatsächlich sind über zwei Millionen Menschen von Allergien betroffen. Das war nicht immer so: Über die letzten hundert Jahre haben sich die Zahlen Betroffener vervielfacht.

Diese Entwicklung hat viele Gründe, die letztlich alle mit unserem modernen Lebensstil zu tun haben: mit unserer Ernährung, unserem Hygienestandard, unserer Art zu bauen und zu wohnen, unserer Umweltsituation, ja auch mit der Veränderung des Klimas.

Alle diese Faktoren tragen dazu bei, dass sich mehr als jeder vierte Mensch in der Schweiz im Alltag mit gesundheitlichen und sozialen Einschränkungen, mit teils lebensbedrohlichen Risiken, aber auf jeden Fall mit verringerter Lebensqualität auseinandersetzen muss. Überproportional häufig sind Kinder und Jugendliche betroffen.

Sie stehen aufgrund ihres jungen Alters vor riesigen Herausforderungen – stellen Sie sich etwa die Schwierigkeiten eines Kindes mit einer schweren Nahrungsmittelallergie konkret an einem Kindergeburtstag vor.

Nicht zu vergessen die Eltern, die in ständiger Alarmbereitschaft stehen und schon oft genug kritische Situationen meistern mussten: Schon kleinste Mengen eines allergieauslösenden Stoffs können nämlich Symptome im Magen-Darm-Trakt, aber auch an der Haut oder in den Atemwegen verursachen. Im Extremfall kann sogar ein lebensbedrohender sogenannter anaphylaktischer Schock eintreten.

Die therapeutischen Möglichkeiten haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, aber auch heute sind noch keineswegs alle der vielfältigen Krankheitsbilder im Bereich Allergien und Intoleranzen befriedigend zu behandeln oder gar zu heilen. Hochwirksam sind beispielsweise Immuntherapien bei Pollenallergien; sie können eine solche sogar ursächlich beseitigen.

Ähnlich positiv sieht es bei Milben- und gewissen Tierallergien aus. Bei Neurodermitis, schwerem allergischem Asthma oder Lebensmittelallergien jedoch beschränkt sich die Behandlung auf Linderung der Symptome durch richtige Hautpflege, optimales Krankheitsmanagement durch die Betroffenen oder durch Vermeidung jeden Kontaktes mit den auslösenden Stoffen.

Prävention ist daher ein extrem wichtiges Werkzeug im Kampf gegen Allergien. Auch Intoleranzen bekommt man nur mit dem Vermeiden der auslösenden Nahrungsmittel in den Griff. Die Forschung ist intensiv gefordert, hier in den nächsten Jahren Strategien zu entwickeln, welche neue präventive und kurative Möglichkeiten eröffnen.

Allergien – seien es nun Pollen-, Hausstaubmilben- oder Nahrungsmittelallergien – und Intoleranzen stellen uns alle vor Herausforderungen: die Betroffenen, das Gesundheitssystem, die Industrie, Gesellschaft und Politik. aha! Allergiezentrum Schweiz bietet Betroffenen und Fachpersonen sowie Unternehmen, Schulen, Behörden und Verbänden Informationen, Beratung und interdisziplinäre Schulungen an.

Zudem hat aha! Allergiezentrum Schweiz ein Gütesiegel für Produkte und Dienstleistungen lanciert, das einen geprüften Mehrwert an Sicherheit und Information in Sachen Allergien und Intoleranzen bringt. Wir tragen damit täglich zu einer besseren Lebensqualität von betroffenen Menschen und ihren Angehörigen bei.