Sie leiden seit Ihrer Kindheit unter Asthma. Wie hat man die Erkrankung entdeckt?

Meine Mutter ist Ärztin und hat darum früh gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt. Nach verschiedenen Tests hat man dann Leistungs- und allergisches Asthma bei mir diagnostiziert.

Inwiefern hat Sie das Asthma während Ihrer Kindheit eingeschränkt?

Früher musste ich zweimal täglich 20 Minuten zu Hause inhalieren. Als Kind hat mich das genervt und ich kannte alle Tricks, um das Prozedere abzukürzen. Eine wirkliche Einschränkung war es jedoch nie.  

Und wie sieht es heute aus?

Heute sieht die Behandlung ganz anders aus. Die Möglichkeiten haben sich in diesem Bereich stark entwickelt. Die kleinen Inhalatoren erleichtern einem das Leben als Asthmatiker ungemein.

Wie sieht es im Spitzensport aus?

Da war es schon eher ein Thema. Früher standen gewisse Asthmamittel auf der Dopingliste, daher benötigte ich Spezialbewilligungen, welche ich nur mittels regelmässiger Asthmatests erhielt. Diese Bestätigung meines Arztes musste ich dann vor jedem Wettkampf vorlegen.

Inwiefern hat Sie das Asthma bei der Ausübung von Spitzensport eingeschränkt?

Während des Trainings hatte ich manchmal Mühe beim Atmen. Es hat mir jedoch wahnsinnig geholfen, zweimal täglich prophylaktisch zu inhalieren. So konnte ich anschliessend eigentlich machen, was ich wollte. Ich fühlte mich nie wirklich eingeschränkt oder gar behindert.


Mit guter ärztlicher Beratung und der richtigen Behandlung kann man auch als Asthmatiker alles machen.
 

Sie haben sogar zwei Katzen daheim.

Ja, das ist richtig. Das lief bis jetzt eigentlich immer gut. Lediglich als ich, nachdem ich mit dem Spitzensport aufgehört hatte, eine gewisse Zeit auf die zweimal tägliche Prophylaxe verzichten wollte, habe ich gemerkt, dass ich wieder mehr Mühe beim Atmen bekomme.

Welche unangenehmen Situationen haben Sie als Asthmatikerin erlebt?

Wenn ich etwa bei Leuten mit Haustieren eingeladen bin und meinen Inhalator vergessen habe.  Manchmal habe ich auch kleinere Asthmaanfälle während des Schlafs, die aber nicht stark genug sind, um mich wirklich aufzuwecken. Da merke ich dann jeweils am Morgen danach, dass ich nicht wirklich ausgeruht bin.

Haben Sie einen Tipp für Betroffene?

Ganz generell ist ein gesunder Lebensstil auch beim Thema Asthma hilfreich. Ich teste auch gerne Naturmedizin als Ergänzung zu der Schulmedizin. Doch jeder muss letztlich selber einen Weg finden, der ihm oder ihr persönlich am besten hilft.