2008 veränderte sich Christoph Schüpbachs Leben. Ein Unfall brachte ihn in den Rollstuhl. Dann änderte sich sein Leben erneut: Trotz Behinderung fuhr er Autorennen.

Hinter dem Steuer seines Boliden erkannte er: Seine Behinderung ist kein Handicap. Und im Dezember 2016 nahm sein Leben erneut eine Wendung: Seine Tochter wurde geboren. Für sie pausiert er von der Piste.

Nach seinem Unfall blieb Christoph Schüpbach trotz Querschnittlähmung nicht untätig. Er rief das Projekt «Racing im Rollstuhl» ins Leben. Ein Strassenfahrzeug wurde für die Rennstrecke umgebaut, auf seine Bedürfnisse zugeschnitten.

«Die Umstellung fiel mir relativ einfach. Das Prinzip blieb gleich.» Bald bretterte er über die Rennpisten. 2013 startete er mit einem Ferrari F430 Challenge an der GTWC. Wurde gleich Dritter in der Gesamtwertung, Vizemeister in der Klasse über 3000 ccm.

Im Rennen ist er voll konzentriert, denkt nie an die Behinderung. «Das Fahren ist sehr befreiend», sagt er. Was das Projekt zeigen soll, ist einfach: dass man trotz Querschnittslähmung Schnellster sein kann.

Nur etwas konnte Schüpbach stoppen: sein Töchterchen. Ihr zuliebe lässt er Saison 17 ausfallen. Seine Frau unterstützt seine Leidenschaft. Auch wenn sie immer froh war, wenn alles heil blieb. Jetzt ist Schüpbach erstmal ganz für die Familie da. Die Rennpisten können bis 2018 warten.