Wann, Herr Boumezbar, sind Sie an Diabetes erkrankt?

Seit Januar 2015 ist die Diagnose bekannt. Ich habe aber schon vorher gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich hatte immer sehr grossen Durst und musste häufig aufs WC, um Wasser zu lösen. Wahrscheinlich ist bei mir der Diabetes genetisch bedingt. Auch mein Vater, meine Mutter und mein Bruder leiden an dieser Krankheit.

Wie sehr sind Sie in Ihrem Alltag beeinträchtigt?

Eigentlich geht es mir gut. Sehr wichtig war, dass ich meine Ernährung umgestellt und angepasst habe. Ich nehme praktisch keinen Zucker zu mir und achte darauf, dass ich sehr wenige Kohlenhydrate esse. Dafür mehr Gemüse und Salat.

Zu Hause müssen wir manchmal zweimal kochen. Einmal für mich und auf der andern Seite für meine Frau und meine beiden Töchter, die keinen Diabetes haben. Das war am Anfang nicht ganz einfach und bedeutete eine Herausforderung für die Familie. Heute klappt das aber gut.

Wie vereinbaren Sie Ihren Berufsalltag mit Ihrer Erkrankung?

Da habe ich keine Probleme. Ich arbeite bei der Post und verrichte keine schwere Arbeit, sondern bin im Büro tätig. Ich kann also meine Arbeit trotz Diabetes gut erledigen.

Welche Situationen sind für Sie wegen der Erkrankung schwierig zu bewältigen?

Wir haben bei uns im Betrieb eine Kantine. Da gibt es oft nichts, was für mich passt. Manchmal esse ich dann einfach ganz normal. Bis jetzt hatte ich deswegen keine grösseren Probleme oder Schwierigkeiten.

Wie sehen Ihre Zukunftsperspektiven aus?

Ich muss alle drei Monate in die ärztliche Kontrolle. Im letzten Sommer waren meine Werte zum Glück mehr oder weniger in Ordnung. Dies vor allem dank einer gesunden Ernährung und etwas Sport. Heute geht es mir eigentlich ganz gut und ich habe wegen meiner Krankheit weder privat noch im Beruf grosse Probleme. Wichtig ist einfach, dass ich mich konsequent ernähre und möglichst gesund lebe.