Wie kam es bei Ihnen zu der Diagnose der Schlafapnoe?
Die Diagnose wurde per Zufall gemacht. Ich meldete mich im Jahre 2004 als Freiwilliger für einen Schlaflabor-Versuch an. Am nächsten Tag vermittelten mir die Ärzte, dass ich an einer schweren Schlafapnoe leide. Bei mir ist der Grund nicht, dass sich der Unter- oder der Oberkiefer zu weit hinten befindet ‹wie bei so vielen Krankheitsbildern› sondern, dass sich meine Halsmuskulatur beim Schlaf so fest entspannt, dass die Luftröhre nicht mehr aufrecht gehalten werden kann und somit die Luft abgeschnitten wird. Das hat starkes Schnarchen zur Folge. Die Diagnose hat mich aber auch nicht komplett überrascht, denn schon mein Vater litt an einer Schlafapnoe. Es könnte sich also auch um eine vererbte Krankheit handeln.

Wie wird diese Schlafapnoe behandelt?
Die Ärzte haben mir eine Schlafmaske (APAP-Gerät) verabreicht. Ich brauchte rund zwei Wochen, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Seither geht es mir dafür sehr viel besser. Einerseits brauche ich rund vier bis fünf Stunden weniger Schlaf: Heute bin ich mit sechs Stunden fit, früher brauchte ich zehn bis elf Stunden, um überhaupt einigermassen erholt zu sein. Und andererseits bin ich auch viel ruhiger und ausgeglichener als in den Zeiten ohne die Behandlung.

Was schätzen Sie am meisten, seit Sie behandelt werden?
Ich schätze am meisten meine erhöhte Lebensqualität. Ich bin viel aktiver, da mein Schlaf gesünder ist. Ich wache ausgeruht und fit auf.

Mit welchen Einschränkungen müssen Sie leben?
Ich habe mich so an diese Schlafmaske gewöhnt, dass ich nicht mehr ohne Sie Schlafen kann. Ohne diese Maske erwache ich sofort, wenn ich beginne zu schnarchen. Das heisst, dass ich Sie überall mitnehmen muss auch wenn ich ein Nickerchen im Flugzeug mache zum Beispiel. Aber die Vorteile überwiegen bei weitem. Auch meine Frau kann jetzt neben mir schlafen, ohne dass ich das Zimmer wechseln muss. Zudem erhöht sich mit der Maske meine Lebenserwartung wesentlich.

Wie oft müssen Sie sich einer Zwischenuntersuchung unterziehen?
Ein Mal pro Jahr wird die Sauerstoffsättigung gemessen. Falls sich Veränderungen abzeichnen, muss das Gerät justiert werden.