Wann haben Sie gemerkt, dass Sie unter Asthma leiden?

Schon als ich ungefähr sieben Monate alt war, haben meine Eltern herausgefunden, dass ich unter Asthma leide. Das Thema begleitet mich somit eigentlich schon mein ganzes Leben lang.

Inwiefern hat diese Diagnose Ihren Alltag beeinflusst?

Das ist schwierig zu sagen. Da ich kein Leben ohne Asthma kenne, kann ich nicht beurteilen, ob mein Alltag ohne Asthma anders wäre als heute. Da man die Erkrankung so früh erkannt hat, habe ich natürlich von klein auf gelernt, mit meinem Asthma umzugehen.
 

Dank einer regelmässigen Medikamentation und der Erfahrung kann ich Anfälle eigentlich gut vermeiden.
 

Welche Auswirkungen hat das Asthma auf Ihre sportliche Leistung?

Insbesondere früher, als ich noch Leichtathletik gemacht habe, war ich durch das Asthma im Ausdauertraining schon sehr eingeschränkt. Heute beim Surfen spüre ich es im Winter bei grossen Wellen.

Das ist sehr streng und ich muss mich jeweils besonders anstrengen. Ich vermute, dass mir das ohne Asthma um einiges leichter fallen würde.

Kann der Sport bei Asthma auch hilfreich sein, um die Leiden langfristig zu lindern?

Davon bin ich sogar überzeugt. Ich habe nämlich gemerkt, dass mich mein Asthma viel weniger stört, je mehr Sport ich treibe.  

Welche anderen Massnahmen haben Ihnen dabei geholfen, die Erkrankung möglichst gut in den Griff zu bekommen?

Meine Lunge ist und war schon immer meine Schwachstelle. Wenn ich krank werde, dann bekomme ich meistens eine Bronchitis. Ich versuche deshalb, so gesund wie möglich zu leben.

Das bedeutet konkret: genug Schlaf, gesundes Essen, gute Luft, wenig Staub und Pollen in meinen Schlafräumen. Damit bin ich bis jetzt sehr gut gefahren und kann es nur jedem Betroffenen empfehlen.

Viele Menschen glauben, dass Asthma einen einschränkt. Was möchten Sie diesen Menschen mitgeben?

Niemand sollte sich wegen Asthma entmutigen lassen. Es stimmt natürlich, dass einem Asthma gewisse Grenzen setzt. Doch mit der entsprechenden Medikamentation ist heutzutage trotzdem fast alles möglich.

Und auch vom Sport sollte man sich deswegen keinesfalls abhalten lassen, denn ein fitter Körper kommt definitiv besser mit dem Handicap zurecht als ein untrainierter.