Tipp

Kennst du schon die "Zecke" App?

Zeckenstich – was tun?

  • Nutzen Sie Ratschläge zum Entfernen von Zecken.
  • Die Gefahrenkarte zeigt für die Schweiz und Liechtenstein das aktuelle Zeckenstich-Risiko an.
  • Im Zeckentagebuch notieren sie Stiche und Zeckensichtungen.
  • Über die Erinnerungsfunktion vergleichen sie Symptombilder mit dem eigenen Körper-Stichort.
  • Treten beim der Kontrolle Anzeichen einer Infektion auf, lassen Sie den Verdacht auf eine Borreliose Erkrankung vom Arzt untersuchen.

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Herr Tischhauser, Sie sind auf biologische Zeckenbekämpfung spezialisiert. Wie gross ist die Gefahr, von einer Zecke gestochen zu werden?

Werner Tischhauser: 2016 erfasste das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 29000 Arztbesuche wegen Zeckenstichen und in 13000 Fällen eine akute Lyme-Borreliose. Bei 100 bis 200 FSME-Infektionen stirbt in der Schweiz jedes Jahr durchschnittlich ein Mensch an der Frühsommer-Meningoenzephalitis.

Im Frühling/Frühsommer sowie im Herbst sind Zecken am aktivsten und das Zeckenrisiko steigt an.

Wie kommt es zu Übertragungen?

Die Zecke fällt nicht von Bäumen. Zecken verkriechen sich zu 99 Prozent ihres Lebens in der bodennahen Vegetationsschicht. Nur in einem Prozent ihres Lebens klettern Zecken auf Grashalme oder Gebüsche und lauern dort einem Wirt auf, um zur nächsten Blutmahlzeit zu kommen.

Genau dann ist das Zeckenrisiko für uns Menschen am grössten. Die Übertragung von Krankheitserregern erfolgt beim Zeckenstich und beim Saugvorgang.

Wie kann man sich wirkungsvoll gegen Zeckenstiche schützen?

Einen wirkungsvollen Schutz bieten geschlossene Schuhe, lange Hosen, über die Hosen gestülpte Socken und langärmelige Oberbekleidung. An Fuss- und Handgelenken, am Haaransatz und auf Socken aufgetragenes Zeckenschutzmittel schützt zusätzlich.

Bewegen Sie sich in der Mitte ausgetretener Wege und meiden Sie Dickicht und hohes Gras.

Sind Kinder einem grösseren Risiko ausgesetzt?

Ja, aufgrund ihres Naturells und ihrer Grösse besteht bei ihnen ein erhöhtes Risiko. Kinder spielen gerne dort, wo Zecken vorkommen: im Gestrüpp, an Waldrändern und im hohen Gras. Zecken lassen sich bei Kindern gerne im Kopfbereich nieder.

Eine Kopfbedeckung bei Kindern und die Zeckenkontrolle am Körper, bei Kindern und Erwachsenen, sind daher sinnvoll.

Gibt es einen Impfschutz?

Gegen FSME existiert eine Schutzimpfung, nicht aber gegen die Borreliose.

Die FSME-Impfung ist bei Personen angezeigt, welche sich oft in Risikogebieten aufhalten. Die Impfung sollte ausserhalb der Zeckensaison erfolgen, also zwischen November und Februar.