Die Seltenheit von Erkrankungen erschwert aus medizinischen und wirtschaftlichen Gründen häufig die Forschung und die medizinische Versorgung der betroffenen Patientinnen und Patienten. Die Selbsthilfe nimmt hier ergänzend zum medizinischen Versorgungssystem die Funktion einer wichtigen Säule unseres Gesundheitssystems ein. Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen basieren auf der engagierten Freiwilligenarbeit von Betroffenen und freiwilligen Helfern. Sie bieten den Betroffenen zusätzliche Ressourcen durch Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung.

Schweizer stark engagiert

Unser Gesundheitssystem würde sich ohne Freiwilligenarbeit massiv verteuern. Denken wir doch nur an die vielen ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer, die das Pflegepersonal durch ihre Arbeit entlasten. Das Ausmass der Freiwilligenarbeit in der Schweiz ist beachtlich. Gemäss dem Bundesamt für Statistik leisten Freiwillige jedes Jahr die Arbeit von 330 000 Vollzeitstellen. Das sind etwa 640 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit jährlich. Jede vierte Person führt mindestens eine unbezahlte Freiwilligentätigkeit im Rahmen von Organisationen oder Institutionen aus.

Unbezahlbare Hilfe

Die freiwilligen Helfer unseres Gesundheitswesens leisten nicht nur einen unbezahlbaren Beitrag zur Lebensqualität vieler Patienten. Sie sensibilisieren mit ihrem regelmässigen Engagement auch ihr Umfeld und die Öffentlichkeit stärker auf die Patientenbelange und auf die Bedeutung ihrer Arbeit.