Wie ist die FST entstanden?

In den 70er-Jahren begann Jean-Claude Gabus mit der Entwicklung von Geräten, die es Menschen mit einer Behinderung ermöglichen sollten, zu kommunizieren und ihnen das Leben zu erleichtern. Er war ein Pionier auf diesem Gebiet. Dieses Jahr feiern wir das 30-jährige Jubiläum. In diesen 30 Jahren haben wir viel erfahren und erlebt.

Auch in Zukunft werden wir Menschen mit Behinderungen unterstützen, ihre Sprache, Autonomie und Selbständigkeit wiederzuerlangen. Im direkten Kontakt mit unseren Klienten kümmern sich heute 22 Spezialisten aus den Bereichen Pädagogik, Therapie, Technik, Informatik und einem Back-Office- Team um diese Anliegen.

Welche Form der Betreuung und Beratung bieten Sie?

Nach einer entsprechenden Anfrage, meist durch den Klienten, Angehörige oder Betreuungspersonen, folgt eine umfassende Bedarfsanalyse und eine sorgfältige Abklärung. Nicht nur die Behinderung selber, sondern auch das Alter und Geschlecht, die Perspektiven einer Behinderung, der berufliche Hintergrund, das Umfeld einer Person beeinflussen diesen Prozess.

Nach der Versorgung mit den Geräten, dem Gebrauchstraining und den Instruktionen ist die anschliessende Begleitung vielfach eine lange Jahre dauernde Aufgabe. Gerade bei fortschreitenden Erkrankungen kann es häufig zu Anpassungen der Geräte kommen, sei es bei Hard- oder Software oder auch bei der Art der Bedienung. Wichtig ist auch, dass wir nicht nur die Benutzer schulen, sondern auch die Betreuungspersonen.

Wie genau sieht Ihre Mitwirkung als Ergotherapeut dabei aus?

Neben der grundsätzlichen Aufgabe der Versorgung, der Programmierung und Anpassung der Geräte kann ich meinen spezifischen Hintergrund oft in kleine aber wichtigen Details der Versorgung einsetzen. So achte ich darauf, wie der Klient sitzt, oft ja im Rollstuhl. Ist es ihm so überhaupt möglich, das Gerät anzusteuern? Ich beobachte sehr geduldig und versuche dann, dies in die Versorgung einfliessen zu lassen.

Ich versuche, das Benutzen der Geräte so zu gestalten, dass vorhandene Funktionen erhalten oder gar gefördert werden können. Bei raschem Krankheitsverlauf kann die Ansteuerung eines Geräts bereits bei der Installation nicht mehr möglich sein und muss daher über die Augen gewählt werden.