Mobilität, Selbständigkeit und hindernisfreies Wohnen sind für Menschen mit körperlichen Einschränkungen ein zentrales Anliegen. 1980 wurde die «Schweizerische Arbeitsgemeinschaft Hilfsmittelberatung für Behinderte und Betagte» (SAHB) gegründet, mit dem Ziel, eine Anlaufstelle für Informationen über den Einsatz von geeigneten Hilfsmitteln zu schaffen, welche diese Bedürfnisse abdecken. Heute hat die SAHB acht Beratungsstellen mit ca. 100 Mitarbeitenden. Jedes Jahr werden zahlreiche Beratungen und mehr als tausend umfangreiche fachtechnische Beurteilungen durchgeführt.

Unabhängige Fachstelle
Die Non-Profit-Organisation finanziert sich selbst, indem sie solche fachtechnischen Beurteilungen mit Empfehlungscharakter erstellt. Ihre Auftraggeber sind vor allem die IV, andere Versicherer oder Behindertenorganisationen. «Unsere Beratungen sollen Lösungen aufzeigen», sagt Susanne Büchler, Leiterin Kommunikation der SHAB. «Es werden keine Hilfsmittel verkauft dadurch sind wir unabhängig und neutral.» Die Auftraggeber entscheiden, in welchem Rahmen eine Kostenübernahme erfolgen kann. «Wir ermöglichen dem Bundesamt für Sozialversicherungen jedes Jahr erhebliche Einsparungen. Die Richtlinien, die wir zu berücksichtigen haben, lauten: einfach, zweckmässig und wirtschaftlich», sagt Susanne Büchler. Im Auftrag der IV bewirtschaftet die SAHB mehrere Hilfsmitteldepots. Die von der IV finanzierten Hilfsmittel, zum Beispiel Rollstühle, werden an die Versicherten leihweise abgegeben. Wird ein anderes Hilfsmittel benötigt, kommt das ausgeliehene zurück, wird im Depot fachgerecht aufbereitet und für den nächsten Einsatz bereitgestellt.

Bedürfnisse werden genau abgeklärt
Die Beratungen werden zu Hause oder in den Beratungsstellen durchgeführt. So kann genau abgeklärt werden, welche Hilfsmittel ein Mensch mit körperlichen Behinderungen benötigt. Mit der Ausstellung Exma Vision, mit über 600 Hilfsmitteln auf 1000 m2, in Oensingen und der Fachzeitschrift Exma INFO bietet die SAHB zusätzliche Dienstleistungen an.