Worin liegt der Unterschied zwischen Integration und Inklusion?

Integration beschreibt die Eingliederung unterschiedlicher Menschen in normale Systeme. Im Kontext von Menschen mit einer Behinderung bedeutet die Integration die (Wieder-) Eingliederung des Einzelnen oder einer Gruppe in den Alltag und ins gesellschaftliche Leben. In der Inklusion gibt es keinen Unterschied von Menschen mit oder ohne Behinderungen, sondern aus der Vielfalt  Aller bildet sich die Normalität.

Welche Ziele hat die Integration von Menschen mit Behinderung?

Die Integration basiert auf der Grundhaltung, dass alle Menschen ein Anrecht auf Partizipation und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben. Das Ziel der Inklusion ist es nicht, Menschen mit einer Behinderung zu integrieren, sondern sie zu inkludieren und einen gleichberechtigten Zugang aller Menschen zu allen gesellschaftlichen Lebensbereichen zu ermöglichen. Der Grundgedanke dabei ist die Unantastbarkeit der Menschenwürde, die Wertschätzung der Vielfalt menschlichen Seins und die Teilhabe in unserer Gesellschaft.

Wie kann ein Beitrag zum Erfolg von Inklusion geleistet werden?

Inklusion sieht den Aspekt der Veränderung nicht bei der einzelnen Person, sondern im ganzen System. Die verschiedenen Teilsysteme sollen sich den individuellen Bedürfnissen der Menschen anpassen und dadurch einen freien Zugang, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. In diesem Prozess werden alle Menschen mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten miteinbezogen. Diese Veränderung benötigt Offenheit und Bereitschaft im Umdenken der gesellschaftlichen Funktionalität wie in der Bildung, Politik, Technologie, Architektur, Freizeit usw. Mit der 2014 in Kraft getretenen UNO Behindertenrechtskonvention sehen wir einer Zukunft mit der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung positiv entgegen.

Welche Möglichkeiten ergeben sich für Menschen mit Behinderung durch eine erfolgreiche Inklusion?

Es eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Teilnahme am Arbeitsmarkt und dem öffentlichen Diskurs, da durch neue Technologien der barrierefreie Zugang beispielsweise über Medienportale und Kommunikationstools ermöglicht wird.