Die Krankheit hat das Selbstvertrauen der Mitarbeiterin beeinträchtigt. In der Therapie wurde vieles aufgearbeitet und neue Ziele gesetzt. Ein Arbeitsplatzverlust wird oft befürchtet.

Die persönliche und berufliche Zukunft scheint vom nun beginnenden praktischen Arbeitsalltag abzuhängen. Arbeitgeber, Vorgesetzte und Teammitglieder sehen der Rückkehr der betroffenen Person auch mit offenen Fragen entgegen: Wie hat sich die Person durch die Krankheit verändert?

Welche Verhaltensweisen sind zu erwarten? Welche Leistung kann sie erbringen? Das Beiziehen eines Job Coaches stellt für beide Seiten oft eine wichtige Entlastung dar. Der Job Coach kann die betroffene Person intensiv begleiten. Ängste und Verunsicherungen werden angesprochen, Strategien für die Bewältigung anstehender Herausforderungen erarbeitet.

Der Job Coach wirkt motivierend und weist auf Hindernisse hin. Er informiert den Arbeitgeber bezüglich arbeitsrelevanter Einschränkungen und berät ihn im Umgang mit der betroffenen Person.

Er «übersetzt» zwischen den beiden Parteien und hilft unterschiedliche Sichten verständlich zu machen. Ein Job Coaching dauert durchschnittlich 3-6 Monate. Es kann über die IV als Frühintervention oder eine Krankentaggeldversicherung finanziert werden.

Es lohnt sich, bereits den ersten Wiedereinstieg sorgfältig zu planen und zu begleiten und nicht abzuwarten, bis nach wiederholten Versuchen die Geduld des Arbeitgebers und das Selbstvertrauen der Arbeitnehmerin am Ende sind.