„Bei manchen chronischen Patienten können, trotz langjähriger Beschwerden, signifikante Verbesserungen erreicht werden. Insbesondere im Kopfschmerzbereich sind auch bei schwersten Verläufen ganz beträchtliche Fortschritte möglich “, sagt Prof. Dr. Peter Sandor, Ärztlicher Direktor Neurologie RehaClinic.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zunahme der Lebensqualität und der psychischen und physischen Belastbarkeit. „Die überwiegende Mehrheit unserer Patienten bringt eine langjährige Schmerzgeschichte mit und hat vorgängig in der Regel alle monodisziplinären Therapieansätze ausgeschöpft“, weiss Thomas Benz, Fachleitung Psychosomatik & Schmerz RehaClinic.

Monodisziplinär bedeutet, dass der Patient nur von einer Fachrichtung beurteilt und betreut wird. In der RehaClinic hingegen werden Schmerzprogramme angeboten, die interdisziplinär und interprofessionell aufgebaut sind. „Das heisst, dass Ärzte, Pflegende, Physio,- und Ergotherapeuten, klinische Psychologen und Neuropsychologen eng zusammen arbeiten und gemeinsam an der zielgerichteten Behandlung des Patienten beteiligt sind“, betont Prof. Sandor.

Dabei begegnen sich alle Disziplinen auf Augenhöhe und legen im Rahmen der interdisziplinären Besprechungen Behandlungsstrategien für den Patienten fest.

Da sich der Patient bei den verschiedenen Fachpersonen unterschiedlich präsentiert, haben die Behandelnden einen breiten Blickwinkel auf ihn. „Das ermöglich uns, sehr genau auf die Bedürfnisse des Patienten einzugehen und mögliche Defizite besser zu erkennen“, betont Benz.

Bessere Behandlungsresultate dank interdisziplinärem Setting

Tatsächlich ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Behandlungsresultate bei chronischen Schmerzerkrankungen besser sind, wenn der Patient in einem interdisziplinären Setting behandelt wird, im Vergleich zum monodisziplinären Ansatz.

In der SchmerzClinic werden unterschiedliche Schmerzprogramme angeboten, die in der Regel drei bis vier Wochen dauern und stationär stattfinden.

Dazu Thomas Benz: „Ab einer gewissen Komplexität der Situation kann es hilfreich sein, wenn der Patient aus seinem gewohnten Umfeld herauskommt.  Mit einer gewissen Distanz kann die Situation häufig besser analysiert  und neue Strategien im Umgang mit dem Schmerz entwickelt werden.“

Interdisziplinäre Schmerzsprechstunde

Für eine Abklärung der Schmerzsituation bietet die RehaClinic eine ambulante interdisziplinäre Schmerzsprechstunde an.  Hier wird der Patient an einem Tag durch folgende Disziplinen beurteilt:  Neurologie– Rheumatologie – Physiotherapie – Psychologie.

Zudem werden bei Bedarf werden weitere Fachrichtungen beigezogen und ergänzende Laboruntersuchungen und Bildgebung (Röntgen, Ultraschall) durchgeführt.  „Im Anschluss daran ist es uns möglich, eine Behandlungsempfehlung auszusprechen“, so Benz.

Folgende Schmerzprogramme werden in der RehaClinic Bad Zurzach angeboten:

  • Das Zurzacher Kopfschmerzprogramm (ZKP)

  • Das Zurzacher Kopfschmerzprogramm richtet sich an Menschen, die in den Teufels- kreis eines Übergebrauchs akuter Kopfschmerzmedikamente gekommen sind. Auch andere chronische Kopfschmerzen, wie Migräne oder Spannungstypkopfweh, können behandelt werden.
     
  • Zurzacher Interdisziplinäres Halswirbelsäulen-Konzept (ZIHKo)
     
  • Das Zurzacher Interdisziplinäre Halswirbelsäulen-Konzept richtet sich an Menschen mit der Diagnose HWS-Distorsionstrauma, die sich in den ersten Wochen und Monaten, trotz ambulanten therapeutischen Massnahmen, nicht ausreichend erholt haben.
     
  • Zurzacher Interdisziplinäres Schmerzprogramm (ZISP)
     
  • Die Zurzacher Interdisziplinären Schmerzprogramme richten sich an Menschen mit Rückenschmerzen, lokalen Schmerzsyndromen oder weichteilrheumatischen Beschwerden mit/ohne Komorbiditäten.
     
  • Zurzacher Interdisziplinäres Schmerzprogramm im Alter (ZISP-Alter)

Das Programm richtet sich an ältere Menschen mit degenerativen und entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Multimorbidität und Polypharmazie sind zu- sätzliche Faktoren, die es zu beachten gibt.

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