Pastinaken
Bereits die alten Römer schätzten dieses Wurzelgemüse wegen der Stärke, den Mineralstoffen und den Vitaminen. Und sie glaubten, die Pastinake sei ein Aphrodisiakum. Eines der ältesten Gemüse erinnert im Geschmack ein bisschen an Sellerie, ist aber einiges süsser. Bis etwa Mitte des 18. Jahrhunderts war die Pastinake in euro­päischen Küchen ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Dann wurde die weisse, längliche Wurzel von der Kartoffel verdrängt. Heute zählt die Pastinake mancherorts wieder zu den beliebtesten Wintergemüsearten. Und in Amerika ist sie sogar das klassische Weihnachtsgemüse. Die Pastinake kann fein geraspelt dem Salat beigefügt werden, sie kann als Suppe oder Eintopf serviert werden, oder sie wird geschnitten in etwas Öl wie Bratkartoffeln angebraten.

Räben
Die Räbe, Stoppelrübe, Herbst­rübe oder auch Kohlrübe genannt, kennen die meisten Menschen nur als Räbeliechtli. Dabei enthält sie viel Vitamin C, Kalium und Kalzium und steckt voller Fasern, die satt machen. Gut schmeckt sie als Suppe, man kann sie aber auch in feine Streifchen schneiden, würzen und als Salat geniessen. Oder man kocht sie zusammen mit Kartoffeln zu einem Räben-­Kartoffelstock.

Topinambur
Die Topinambur stammt ursprünglich aus Brasilien. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde sie nach Europa gebracht, dann aber wie die Pastinake von der Kartoffel verdrängt. Die Topinamburknollen variieren je nach Sorte in Form und Farbe. Aufgrund der ­vielen Vitamine und Spurenelemente gilt sie als sehr gesundes Gemüse. Die Knolle kann roh an Salaten, als Dip-gemüse, in Suppen oder Sossen gegessen werden. Wird sie roh für Salate verwendet, muss sie vorher gründlich gewaschen werden.

Petersilien­wurzel
Die Petersilienwurzel, man nennt sie auch Wurzelpetersilie, ist länglich, läuft spitz zu und ist weiss mit brauner Maserung. Sie ähnelt der Pastinake und wird gerne als ­Suppenwürze oder auch Kochgemüse ­verwendet. Ihr typischer Geschmack wird
mit Butter und Petersilienkraut besonders
 intensiv.

Patisson
Das Kürbisgewächs Patisson gehört zu den ältesten Gemüsesorten und soll schon zu Zeiten der Inkas in ­Amerika angebaut worden sein. Das Gemüse wird wegen seiner Form auch Bischofs- oder Kaisermütze genannt. Es ist weiss, grün oder gelb, manchmal auch zweifarbig. Ein kleiner Patisson kann roh und mit Schale verarbeitet werden, zum Beispiel für einen Salat. Meist wird Patisson aber kurz gekocht. Sehr gut schmeckt er auch gefüllt und dann im Ofen ­gegart.