Guten Morgen, Daniel Aminati! Schon gefrühstückt?

Ich war vorher schon trainieren! Danach gab’s 80 Gramm Haferflocken in heissem Wasser mit Zimt, dazu tiefgefrorene Beeren, und einen Eiweiss-Shake. Den Kohlenhydrate-Speicher habe ich schon vor dem Training mit Reis gefüllt.

Klingt, als würden Sie Ihren Körper auf etwas vorbereiten.

Ich muss tatsächlich gerade auf die Figur achten, da in zwei Wochen ein Unterwäsche-Shooting ansteht. Ich bin ja kein Vollzeit-Model, daher ist dieses sechswöchige Training auf diese Deadline für meinen Körper schon eine Belastung.

Und anschliessend kehren die Kilos zurück?

Das dürfen sie ruhig! Ich finde, man darf sich auch die Erholungsphase gönnen. Ich mach nicht jeden Tag Sport, bin eigentlich ein Genussmensch.

Geht denn das zusammen?

Wer jede Woche ein Foto von sich macht, sieht auch kleine Veränderungen, und nichts motiviert mehr als solche Erfolgserlebnisse

Aber sicher! Man sollte nicht immer nur in Askese leben. In unserem Online-Fitnessprogramm «Mach dich krass» kann man in acht Wochen ein paar Ziele erreichen, ohne täglich trainieren zu müssen.

Kommts nach «Mach dich krass» nicht zum krassen Jo-Jo-Effekt?

Es ist nicht so, dass vor und nach den acht Wochen eine komplette Veränderung der Gewohnheiten stattfinden würde. Wir verzichten während dieser Zeit nicht ganz auf Genuss und ein paar Goodies, bauen auch Kohlenhydrate ein.

Gut für die Motivation: Einmal pro Woche gibt’s den «Cheat Day»: Da darf man zur Belohnung essen, was man will, das hat zusätzlich einen positiven Effekt auf den Stoffwechsel.

Bitte einen Tipp, wie man den inneren Schweinehund überwindet!

Visualisiere, wer du in acht Wochen sein willst. Ein Foto von einem Athleten, der dir gefällt, an die Pinnwand! Und schon vorher die Trainingssachen rauslegen.

Sie waren jahrelang Fitness-Trainer – da wissen Sie, die meisten Kunden sind anfangs voll motiviert, dann lässt die Energie nach, man kehrt zu alten Gewohnheiten zurück.

Man muss kleine Steps machen. Wer jede Woche ein Foto von sich macht, sieht auch kleine Veränderungen, und nichts motiviert mehr als solche Erfolgserlebnisse. Und häng auch die Ziele nicht zu hoch. Ich sehe mich selbst als Entertainer, nicht als Sporttrainer. Das Training soll also Spass machen.

Ist denn ein Online-Programm für jede Person das Richtige?

Jeder ist individuell. Aber viele Menschen genieren sich davor, ins Fitness-Studio zu gehen. Für sie ist online eine gute Alternative.

Was sind Ihre Erfahrungen, was die Schmerzresistenz der Männer angeht?

Wenn die Männer die Kinder kriegen müssten, gäbs weniger Kinder! Irgendwie ist da schon was dran, dass Frauen mit Schmerzen besser umgehen. Ich finde aber, der Mann muss so oft stark sein, da darf er, wenn er angeschlagen oder krank ist, auch mal jammern.

Sie waren Fussballer, Turmspringer, Boxer – was war denn Ihr härtestes Training bisher?

Definitiv das Boxtraining. Ich boxe, seit ich 23 bin. Zur Vorbereitung aufs «Promi-Boxen» wurde ich in einem Münchner Box-Stall sechs Wochen getrimmt. Das war brutal!

Der Kampf war dagegen der reinste Spaziergang. Einige dieser Trainingsschritte habe ich im «Mach dich krass» übernommen, Schattenboxen als Warm-up zum Beispiel.

Und welche Sportart wollen Sie noch ausprobieren?

Da gibt’s mit Sicherheit noch einiges. Reiten zum Beispiel käme meiner Verbundenheit mit der Natur entgegen. Und Golf vielleicht später mal.