Gratulation zur Wahl als Miss Earth Schweiz. Wie fühlst du dich so kurz nach der Wahl?

Es geht mir gut, danke. Ich muss mich allerdings noch zuerst an die neue Rolle als Miss Earth Schweiz gewöhnen. Ich hoffe, dass ich eine würdige Nachfolgerin von Shayade Hug bin.

Wie hast du dich auf die Wahl vorbereitet?

In einer Schulung wurden wir darauf vorbereitet, wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit Sponsoren und Projekten funktioniert. Kurz vor der Wahl fand ein Trainingslager statt, in welchem vor allem Abläufe und Choreografien besprochen und einstudiert wurden.

Weshalb hast du dich für die Miss-Earth-Schweiz-Wahlen angemeldet?

Ich informierte mich im Internet und fand es gut, dass es nicht nur um das Aussehen geht, sondern dass eine Miss Earth auch als Umweltbotschafterin wirken kann. Neben den bestehenden Projekten der Organisation Miss Earth Schweiz wie dem Projekt Plan Schweiz in Nepal, das eine Schule für Mädchen bietet, konnte ich auch ein eigenes Projekt einbringen. Mein Projekt ist ein vegetarisches Food-Festival. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass Nahrungsmittel nachhaltig und biologisch produziert werden. Ein weiteres Thema, das mich beschäftigt, ist «Food Waste». In der heutigen Gesellschaft werden viel zu viele Lebensmittel weggeworfen. Rund ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel geht zwischen Feld und Teller verloren oder wird verschwendet. Das müssen wir ändern und dafür möchte ich mich als neue Miss Earth Schweiz einsetzen.

Bist du selbst auch Vegetarierin?

Nein, ich selbst esse auch Fleisch. Ich achte selbstverständlich darauf, dass es biologisch und nachhaltig produziert wurde, und esse so wenig wie möglich. Daher verurteile ich keinen und möchte auch nicht mit dem Zeigefinger durch die Welt gehen.

Was machst du in der Freizeit, um gesund und fit zu bleiben?

Leider habe ich in meinem Alltag wenig Zeit, daher habe ich in meiner Wohnung ein Mini-Fitnessstudio eingerichtet. Wenn ich mehr Zeit habe, gehe ich gerne in den Wald zum Vitaparcours. Wichtig sind mir auch viel Gemüse, Obst und Wasser und genügend Bewegung im Alltag.

Was erhoffst du dir von deinem Jahr als Miss Earth Schweiz?

Ich freue mich darauf, neue Menschen kennenzulernen und mein Netzwerk zu erweitern. Zudem macht es mir grosse Freude, das  Projekt in Nepal «Because I am a Girl» zu unterstützen. Das Projekt wird von Plan Schweiz durchgeführt. Es geht darum, dass auch Mädchen ein Recht auf Bildung haben. Ich werde das Projekt im Sommer vor Ort anschauen.

Welches sind deine Pläne nach dem Miss-Earth-Schweiz-Jahr?

Jetzt habe ich noch keine konkreten Pläne. Ich möchte die Momente im Jetzt geniessen können, ohne mich schon zu sehr in Zukunftsplänen zu verlieren.

Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Am liebsten würde ich meinen ganzen Haushalt mitnehmen (lacht). Nein, Spass beiseite, die drei Sachen wären meine Brille, einen Fotoapparat und meine Zahnbürste.

Was liegt dir sonst noch am Herzen in Sachen Nachhaltigkeit?

Ich denke, dass es wichtig ist, im Kleinen zu beginnen. Das heisst, dass jeder einzelne etwas im Alltag zu einer gesünderen und nachhaltigeren Umwelt tun kann. Zudem müssen wir auch an unsere Nachfahren denken und ihnen eine würdige Welt hinterlassen.