Im Grunde ist es ganz einfach: Beim Vibrationstraining werden Kraftstösse, sogenannte Impulse,  von einer Vibrationsplatte auf den Körper übertragen. Muskeln reagieren darauf automatisch mit Anspannung und Entspannung. Die Impulse wirken aber nicht nur auf die Muskeln, sondern auch auf Knochen, Knorpel, Nervenzellen und Psyche. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass ein Vibrationstraining schnellere Effekte in der Schmerzreduktion und Sturzpophylaxe, aber auch in der Beweglichkeit, beim Muskelaufbau und der Durchblutung bringt. Bei der Durchblutung beispielsweise können die Vibration sehr genau gesteuert werden, um entweder nur bestimmte Teile oder auch den ganzen Körper besser zu durchbluten. «Unter Vibrationstraining wird die direkte Anwendung jeglicher Trainingsmethoden auf einer Vibrationsplatte verstanden», sagt Pascual Brunner, MSc ETH Bew.-wiss. und Sport. Er empfiehlt die Ausdauersportart oder das Ausdauergerät, das am meisten Spass bereitet. «Ein zielgerichtetes Vibrationstraining hilft in jedem Fall, in der gewünschten Ausdauerleistung schneller besser zu werden», so der Fachmann.

Therapeut gewährleistet Sicherheit
Und bei welchen Krankheiten ist das Vibrationstraining mit Vorsicht zu geniessen?
«Grundsätzlich kann ein Vibrationstraining immer angewandt werden, wenn die Bewegung keine Kontraindikation darstellt.» Bei akuten Erkrankungen und Infekten sowie schweren Verletzungen und chronischen Erkrankungen im weit fortgeschrittenen Stadium sollte man also auf ein Vibrationstraining verzichten. Bei allen anderen Leiden lässt man sich am besten von einem erfahrenen Therapeuten beraten. Dieser kann die Intensität und Dauer der Vibrationsexposition den körperlichen Voraussetzungen und Zielen jedes einzelnen Kunden individuell anpassen und so die Sicherheit gewährleisten.

Keine Altersgrenze
Da die Trainierbarkeit bis ins hohe Alter möglich ist, kann das Vibrationstraining auch in fortgeschrittenem Alter betrieben werden. Gerade bei Seniorinnen und Senioren ist mit konventionellen Methoden eine Mindesttrainingsintensität, die für den Leistungserhalt oder Leistungsfortschritt wichtig ist, häufig schwierig zu erreichen. Bei einem fachmännischen Vibrationstraining ist diese jedoch sichergestellt. Und was ist mit den Kindern? «Kinder haben im Normalfall einen hohen Bewegungsdrang. So lange sie den ausleben können, sehe ich keine Notwendigkeit, auf ein Vibrationstraining zurückzugreifen», sagt Pascual Brunner. Es gibt aber durchaus Krankheitsfälle sowie Leistungssportarten, bei denen die spezifische Ergänzung mit Vibrationstraining auch bei Kindern sinnvoll ist.