Gesundheit ist ein komplexes Gefüge, von zahlreichen Faktoren geprägt: Physisch, psychisch und sozial.

Vorweg: Ich habe keine Beziehungen zum Sportartikelhersteller Asics, die namentliche Erwähnung bringt mir keinen Nutzen. Der Name gefällt mir aber, weil hinter den fünf Buchstaben die lateinische Redewendung «Anima sana in corpore sano» steckt. Eine gesunde Seele in einem gesunden Körper. Diese uralte Weisheit hat bis heute ihre Richtigkeit. Gesundheit ist umfassend, schliesst Körper und Seele mit ein. Mit den Worten der Weltgesundheitsorganisation (WHO): «Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.»

 

Wenn ich hier zum Thema «gesund leben» schreibe, gehören diese verschiedenen Komponenten dazu. Gesund leben heisst nicht nur seinen Körper in Form halten. Gesund leben heisst auf die eigene Psyche achten, heisst sozial gestärkt sein. Wenn wir von diesem umfassenden Gesundheitsbegriff ausgehen, dann sind die Faktoren, die auf unsere Gesundheit einwirken, entsprechend vielfältig. Alles, was irgendwie unsere Gesundheit beeinflusst, nennt man Gesundheitsdeterminanten. In der Regel werden vier Bereiche unterschieden, darunter die Biologie. Wir alle haben eine individuelle Veranlagung, wir werden mit unterschiedlichen gesundheitlichen Voraussetzungen geboren. Diese biologische, genetische Determinante ist vorgegeben.

Es gibt viele Faktoren die auf unsere Gesundheit einwirken.

Die zweite Determinante ist die Umwelt: Wasser- und Luftqualität, Klima, Temperatur, Lärm etc. Auch hier ist manches gegeben − etwa Wetter und Klima. Manches können wir hingegen beeinflussen. «Wir», das kann jeder Einzelne sein, häufig ist es aber auch der Staat. Ein Beispiel: Das Kantonale Labor Zürich hat im Jahr 2013 rund 19 000 Proben chemisch, mikrobiologisch oder physikalisch untersucht. Mit rund 7000 Proben pro Jahr wird das Trinkwasser besonders intensiv geprüft. Mit der Bereitstellung von sauberem Trinkwasser und der ständigen Qualitätskontrolle schafft der Staat eine unverzichtbare Basis für eine gute Volksgesundheit. Ein Beitrag, der bei uns als selbstverständlich gilt und gern vergessen geht.

Psychosoziale Aspekte

Als dritten Bereich gibt es die psychosozialen Determinanten. Dazu gehören Familie, Freunde, Arbeit, Bildung, der Umgang mit Stress, das Gesundheitsbewusstsein. In diesem Bereich hat jede und jeder von uns vieles selber in der Hand. Es geht ums gesund leben wollen. Wir sind heute gut aufgeklärt über Gesundheitsrisiken. Immer wieder braucht es aber auch einen Anstoss. Das Wissen − im Hintergrund − muss ins Bewusstsein rücken. Aus diesem Grund unterstütze ich diese Gesundheitsbeilage. Weil sie das wichtige Thema Gesundheit zum bewussten Thema macht. Ich bin überzeugt: Hier drin steckt für alle ein Beitrag, der das Bewusstsein schärft. Der Lust macht, etwas umzusetzen. Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg dabei.

Zum Schluss bleibt noch eine Gesundheitsdeterminante: Das Gesundheitssystem. Dazu gehört das gesamte medizinische Angebot, der Zugang, die personellen und finanziellen Ressourcen. Für die Schweiz gilt: Wir haben eines der besten Gesundheitssysteme weltweit. Aber selbst die beste Medizin macht von allen Gesundheitsdeterminanten nur ca. 20 Prozent aus. Das «Gesundmachen» hat Grenzen. Bei allem medizinischen Fortschritt. Deshalb bleibt «gesund leben» immer wichtig.