Die Tage werden endlich länger und die Temperaturen steigen, sodass man gerne wieder vor die Tür geht. Bewegung an der frischen Luft – vor allem in Form von Sport – ist eine Wohltat für Körper und Geist. Stress und Aggressionen lassen sich effektiv abbauen.

Man wird ruhiger und ausgeglichener. Und die regelmässige körperliche Aktivität im Freien stärkt nicht nur das Immunsystem und die Leistungsfähigkeit, sie kostet auch praktisch nichts und kann beinahe immer und überall ausgeübt werden. Zudem verhilft regelmässiges Laufen besser als die meisten Diäten zum dauerhaften Gewichtsverlust.

Welcher Laufsport passt zu mir?

Bei Frauen besonders hoch im Trend liegen Laufsportarten wie Jogging und Nordic Walking. Wenn es Ihre Absicht ist, möglichst viel Fett und Kalorien in kürzester Zeit zu verbrennen, dann wäre vielleicht Joggen das Richtige für Sie. Nordic Walking hingegen gilt als schonende Ausdauersportart. Bei diesem aus Finnland stammenden Trendsport wird das Gehen durch den Einsatz von zwei Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt und der gesamte Oberkörper einschliesslich der Rückenmuskulatur trainiert.

Immer wieder hört man, dass Nordic Walking für Menschen mit Übergewicht, Bluthochdruck oder Gelenk- und Kniebeschwerden besser geeignet ist, da das Herz-Kreislauf-System auf schonendere Weise in Schwung gebracht wird als beim Joggen. Der Kalorienverbrauch pro Stunde liegt jedoch dementsprechend tiefer als beim Joggen.

Besprechen sie am besten mit einem Experten beziehungsweise mit einem Lauftrainer, welche Sportart besser für Sie geeignet ist. Er kann Ihnen auch wichtige Tipps für das Erlernen der richtigen Lauftechnik geben und einen individuellen Trainingsplan mit Ihnen zusammenstellen.

Vorsicht vor Überbelastung

Die Suche nach schellen Resultaten kann oft nach hinten losgehen. Joggerinnen, die über mehrere Monate eine Pause eingelegt haben und keinem Alternativtraining im Fitnesscenter nachgegangen sind, sollten deshalb denselben Empfehlungen folgen wie Laufanfänger: Das heisst, die ersten Einheiten abwechselnd mit Gehen und Laufen gestalten. Das Joggen stellt eine Belastung für Sehnen und Gelenke dar und wer zu ambitioniert trainiert, kann sich lästige Verletzungen einhandeln.

Sind Kondition und Muskeln erst einmal zurück, können Sie die Laufrunden immer mehr ausdehnen. Um den Fettstoffwechsel zu trainieren, ist es empfehlenswert, erst die Laufzeit zu verlängern und dann erst das Tempo zu erhöhen. Um Gewicht zu verlieren, ist es besser, 45 Minuten locker durchzulaufen als 10 Minuten zu sprinten. Die Vorsichtsmassnahmen gelten auch für Nordic Walking: Wer über den Winter selten bis gar nicht trainiert hat, sollte sich bei den ersten Runden im Freien nicht übernehmen und sich richtig vorbereiten.

Der Körper benötigt etwas Zeit, um sich wieder auf die Belastung einzustellen. Beim entspannten Laufen durch regelmässiges Training lassen sich die grössten Erfolge im Hinblick auf Ausdauer und Fitness erzielen.

Richtige Ausrüstung wichtig

Zur richtigen Vorbereitung gehört auch die Wahl der passenden Kleidung. Schenken Sie dabei nicht in erster Linie den neuesten Modetrends Beachtung. Vielmehr sollte die Funktionalität der Laufkleidung im Vordergrund stehen. Zur geeigneten Ausrüstung gehören T-Shirts und Laufhosen aus atmungsaktiven Materialien mit Stretchanteil, die den nötigen Lauf- und Tragekomfort liefern.

Beim Nordic Walking kommen natürlich noch die typischen Stöcke dazu. Keinesfalls sparen sollten Sie bei den Laufschuhen. Handelt es sich um das erste Paar, lassen Sie sich am besten im Fachgeschäft ausführlich beraten. Vielleicht vereinbaren Sie auch gleich einen Termin für eine Laufstilanalyse. Dabei wird abgeklärt, ob Sie den Fuss gerade aufsetzen oder beim Laufen seitlich einknicken. Abhängig vom Ergebnis der Analyse erhalten Sie Schuhe mit oder ohne Stützfunktion. Na dann, ab in die Startlöcher!