Nach einem langen Arbeitstag drückt der Nacken, die Schultern lasten schwer. Um zu entspannen, begeben sich viele Menschen gern in eine Massage oder ein Wellnesszentrum. Der Wohlfühltrend Floating verspricht aber weit mehr als nur Entspannung. Beim Floating begibt sich der Besucher in eine mit Salzwasser gefüllte Wanne mit Deckel oder in ein offenes Becken. Durch die hohe Konzentration von Magnesiumsulfat im Salzwasser erlebt der Körper einen starken Auftrieb und sinkt auch bei kompletter Entspannung nicht ab. Die Temperatur des Wassers ist dabei an diejenige unserer äusseren Hautschicht angepasst, damit der Körper keine Energie aufwenden muss, um sich der Wassertemperatur anzupassen. Sobald sich der Besucher ins Wasser begibt, erfährt er den Zustand der Schwerelosigkeit: Das Wasser trägt den Körper, schaukelt ihn leicht. Dabei kann man sich völlig fallen und treiben lassen, was die Muskeln entspannt und zu einer optimalen Ausrichtung der Wirbelsäule führt. Manch einen verführt dieser unbeschwerte Zustand zum Einnicken, was dank des starken Auftriebs bedenkenlos möglich ist. Wie genau eine Floating-Sitzung aussieht, ist dem Besucher überlassen: Dabei kann ausgesucht werden, ob man dies lieber mit gedämpftem oder ohne Licht, mit meditativer oder ohne Musik machen möchte. Hauptsache, man fühlt sich wohl und kann den Alltag hinter sich lassen.

Floating hat sich mittlerweile im Wellnessbereich etabliert, dabei wurde es für wissenschaftliche Zwecke entwickelt. In den 1850 der-Jahren bewies der Gehirnforscher John C. Lilly mit Hilfe des von ihm erfundenen Floating, dass das menschliche Gehirn trotz Reizentzugs zur Aktivität angeregt wird und dabei sogar eine gesteigerte Kreativität aufweist. Totes-Meer-Effekt für die Haut Beim Floating entspannen sich nicht nur Kopf und Körper, auch die Haut kann sich erholen und sich regenerieren. Der hohe Salzgehalt im Wasser wirkt sich positiv auf Hautirritationen und Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Akne oder Schuppenflechte aus. Das enthaltene Salz setzt sich auf der äusseren Schicht der Haut ab und bindet die Feuchtigkeit, sodass die Haut nicht austrocknen kann. Entzündliche Stoffe werden schliesslich von der Haut entfernt. Den beschriebenen Effekt kennt man vom Toten Meer. Seit jeher ist der See zwischen Jordanien und Israel ein Pilgerort für Hautpatienten, die sich von den Mineralien, welche im Salz enthalten sind, Heilung versprechen.