Nicht nur auf dem roten Teppich, in der First Row der Fashionweek oder in der Glitzerwelt der Stars ziehen durch plastisch-ästhetische Chirurgie verschönerte Menschen ihre Blicke auf sich. Längst hat die Plastische Chirurgie mit all ihren Möglichkeiten auch den «Otto Normalverbraucher» in den Bann gezogen und als willkommenen Patienten aufgenommen. Denn über kurz oder lang wird jeder von uns mit körperlichen Veränderungen konfrontiert – nicht zuletzt durch das Älterwerden, das an Haut, Haar, Körper und Gesicht deutliche Spuren hinterlässt.

Auch bei Männern?

Doch auch wenn es nach wie vor – und besonders unter Männern – ein Tabuthema ist, der körperliche Verschleiss wird im Zeitalter plastischer Chirurgie nicht mehr bedingungslos hingenommen! So sind Schönheitsoperationen mittlerweile eine beliebte Option, sich den harten Weg zu einem attraktiven Äusseren und dem makellosen Körper durch finanzielle Mittel etwas zu vereinfachen.

Es werden immer mehr

Fakt ist, dass sich in den letzten Jahren die Anzahl der Männer in der Schweiz verdoppelt hat, die einen Eingriff der plastisch-ästhetischen Chirurgie bei sich haben vornehmen lassen. Und das mit verblüffenden Tatsachen: Denn figur- und altersbewusste Männer legen sich schon in jüngeren Jahren unter das Messer als die schönheitsbewussten Frauen. Statistisch gesehen sind OP-freudige Männer im Durchschnitt nämlich 38 Jahre alt, während die Frauen durchschnittlich bereits 41 Jahre, also drei Jahre älter, sind. Auch sind in der Altersgruppe der 38- bis 50-jährigen Männer die höchsten Patienten-Zuwachsraten zu verzeichnen, was ästhetische Chirurgie anbelangt.

OP anstelle von Sport?

Ersetzt also die Fett-Absaugung die sportliche Betätigung im Fitness-Center? Wohl kaum. Doch ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen Korrekturen von Augenlidern und Nase, gefolgt von der Fettabsaugung, Haartransplantationen und der Vergrösserung des besten Stücks. Doch die medizinischen Möglichkeiten bieten heute noch mehr: So lassen sich am verbesserungswürdigen Männerkörper die schmalen Waden vergrössern, der Bizeps und die Brustmuskeln definieren und sogar ein Waschbrettbauch modellieren.

Brust rein statt raus

Die künstlichen Verschönerungen, die sich in der Frauenwelt schon längerer Beliebtheit erfreuen, scheinen nun also auch die Männerwelt zu erobern. Doch hier lautet die Devise: Brust rein statt Brust raus. Denn während die Brustvergrösserung bei Frauen seit jeher ein beliebter Weg ist, das Dekolleté aufzubessern, wünschen sich viele Männer eine Brustverkleinerung.

Jung wirken

Denn auch Männer sind eitel. Viele umtreibt der dringende Wunsch nach äusserlicher Veränderung, da Mode- und Figurbewusstsein, nicht nur mehr der Frauenwelt obliegt. So lassen sich selbst schlanke Männer das Fett absaugen, um dem Bäuchlein entgegenzuwirken. Aber auch berufliche Gründe werden oft angeführt, wenn es darum geht, sich einem ästhetischen Eingriff zu unterziehen. Denn Glatzen, Geheimratsecken und kahle Stellen, lassen viele Männer befürchten, im Job nicht mehr jugendlich zu wirken und gegen die jüngeren Kollegen konkurrieren zu können.

Lifting

Im Bereich des Gesichts sind bei den Männern das Hals-, Stirn- oder Facelift sehr beliebt, um kleinen Fältchen den Garaus zu machen. Auch die Lippen- oder Ohrenkorrektur sind keine Seltenheit mehr, um seinem Gesicht mehr Attraktivität zu verleihen. Doch auch der ästhetische Eingriff kann den Alterungsprozess nicht dauerhaft stoppen. So lässt sich das biologische Alter maximal sieben bis zehn Jahre hinauszögern, sagen Experten.