Heutzutage spielen Dekor und Aufmachung eine tendenziell dezentere Rolle, als ergonomische Aspekte und Schlafkomfort. Im 17. Jahrhundert avancierte das Bett, unter Ludwig XIV, zum Prunkmöbel schlechthin, welches mit hochwertigen Stoffen wie Satin, Samt oder Stickereien verziert, zum Bestandteil des zeremoniellen Aktes öffentlichen Aufstehens wurde.

Was ist das richtige Bettsystem?

Mittlerweile gibt es Betten in so vielen Grössen und Ausführungen, dass es empfehlenswert ist, sich mit der Frage nach dem richtigen Bettsystem auseinander zu setzen. Um die Ergonomie und die Unterstützung der Wirbelsäule stetig zu verbessern, fliessen regelmässig die Kenntnisse der Orthopädie mit in die Entwicklung moderner Bettsysteme mit ein. Unabhängig vom Bettytpus, – Einzel-, Doppel-, Hoch-, oder Etagenbett – bestehen die Grundelemente immer aus einem Gestell, einem Lattenrahmen und einer Matratze.

Schlafqualität durch richtige Umgebung

Da das Bett und die Schlafumgebung einen grossen Einfluss auf die Schlafqualität haben, stehen sie auch im direkten Zusammenhang mit dem Bettsystem. Neben Bettenarten, wie dem Futon-, Polster- oder Wasserbett, hat sich in den letzten Jahren vor allem das Boxspringbett etabliert, dessen Name auf eine U.S. amerikanische Marke zurück geht.
Die ersten Vorläufer dieses Modells waren unterfederte Betten, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts enstanden. Hierbei wurden zwei unterschiedlich massive Matratzen aufeinander gelegt, die zu Beginn vornehmlich in der Hotelbranche und auf Kreuzfahrtschiffen Verwendung fanden.

Verstellbar ist wünschenswert

Heute besteht der Aufbau des Boxspring- oder auch Kontinentalbettes aus drei Elementen: Einer Art verkleidetem Bettkasten, einer matratzenähnlichen Unterkonstruktion, sowie einer Federkernmatratze. Diese dient der Stabilisierung des Körpers, während die Unterkonstruktion den Körperdruck sanft ableitet. Viele Menschen nehmen Boxspringbetten, aufgrund ihrer erhöhten Matratzenposition, als bequem wahr. Vor allem durch ihre Einstiegshöhe von 60–70 Zentimetern erleichtern sie älteren Menschen den Ein- und Ausstieg ins Bett. Zusätzlich lassen sie sich, je nach Modellausführung, in unterschiedliche Liege- und Sitzpositionen verstellen und isolieren Wärme mithilfe einer zusätzlichen Auflage (etwa Topping).

Preisfrage

Wie bei jeder Bettenart, so variieren auch beim Boxspringbett die Preis- und Qualitätsunterschiede. In der niedrigen Preisklasse sollten jedoch der Aufbau und die verwendeten Materialien genau auf die Qualität hin geprüft werden. Diese bestehen meistens aus synthetischen Stoffen wie Kunstleder oder Mischfasern.

Bessere Verarbeitung

Auch die Qualität  der Matratze ist meist mässig. In der Preisklasse zwischen 2500 und 8000 CHF stösst man schon eher auf bessere Materialverarbeitung – doch auch hier gilt: Je höher der Preis, desto besser auch das Qualitätsverhältnis. So steigt, gleichsam zum Preis, beispielsweise die Anzahl der verbauten Federn auf durchschnittlich 500 Taschenfedern pro m². Ebenso erhöht sich die Zahl der Federwindungen und die Qualität der Federkerntechnologie. Diese zeichnet sich  aufgrund einer sensiblen Federung aus, die auf Druck und Gewicht reagiert.